Hier stimmt’s nicht - Teil zwei
Hier stimmt’s nicht

Hier stimmt’s nicht – Teil zwei

Limburg: Im Blogbeitrag „Hier stimmt’s nicht – Teil zwei“ widmen wir uns in Teilen weiteren Themen, die mir in Limburg an der Lahn aufgefallen sind und nicht mehr in die heutige Zeit passen sollten?

Blogpost vom 19. Januar 2022

Hier stimmt’s nicht – Teil zwei

Wer den Auftakt, sprich den ersten Teil nicht mitbekommen hat, kann dies hier gerne nachholen. Rückblick auf unseren „Auftakt von – Hier stimmt’s nicht“. Jetzt aber zurück zum zweiten Teil, ein WC liegt in Staffel, einem Ortsteil von Limburg im Supermarkt – somit keine öffentliche Toilette. Eine Bedürfnisanstalt, auch öffentliches WC oder WC-Anlage genannt, ist eine allgemein zugängliche Toilettenanlage im öffentlichen Raum. Soweit der Einstieg in unser heutiges Thema „Öffentliche Toiletten“ Menschen mit dem Euro-WC-Schlüssel haben Zugang zu diesem öffentlichen Angebot. Private Angebote wie im Supermarkt wurden in der Corona-Pandemie für Kunden gesperrt – was ich bitter bezahlen sollte. 🚾

Bedürfnisanstalt, oder auch WC genannt.
Bedürfnisanstalt, oder auch WC genannt!

Ist Limburg wegweisend, wenn’s pressiert?

Eine spannende Fragestellung nicht nur für Besucher unserer schönen Stadt. Öffentliche Toiletten und Wickelräume findet man in Limburg eher weniger. Die Frage nach dem Zustand dieser öffentlichen Einrichtungen wird hierbei nicht aufgezeigt, außer beim Thema Sicherheit schauen wir nochmals genauer hin. Den Kostenfaktor lassen wir ebenfalls außen vor, da mir kostenpflichtige Toiletten und Wickelräume durch das Thema Sauberkeit, einfach lieber wären. Die Gastronomie hat geschlossen, Rathäuser, Supermärkte schränken den öffentlichen Zugang weiter ein – die Pandemie verschärft dieses Problem der ohnehin raren Toilettenanlagen noch zusätzlich. Also bleibt ein ratloser Blick für Bürger:innen und die Frage – wohin?

Toilettenpflicht – als Lösung?

Durch eine mögliche Änderung des hessischen Gaststättengesetzes (HGastG) und der hessischen Bauordnung (HBO) eine Toilettenpflicht kann und wird nicht die Lösung sein. Wer würde jeden Fremden in seiner Wohnung oder Hause einen kostenfreien Toilettengang ermöglichen wollen? Hier muss in Limburg nicht nur für Menschen mit Behinderung rasch eine Lösung und Änderung her. Nur eben nicht auf Kosten der Gastrobetriebe, denn auch da entstehen Kosten, die keiner zahlen möchte.

INFO: In einzelnen Blogartikeln und Beiträgen geht es um „Meine Welt – Deine Welt“. Darin zeige ich in der Kategorie: „Hier stimmt’s nicht“ auf, was dazwischen liegt oder liegen kann.

Müssen und stundenlang nicht auf die Toilette können, dies ist nicht nur eine Qual, sondern auch extrem ungesund. Was kein typisches Problem von Limburg wäre. Am ZOB befindet sich der Zugang zur Behindertentoilette, die kaum nutzbar ist. Was sehr unterschiedliche Gründe hat, einer wäre – es gibt keine Liege, um sich zu entleeren für die, die es benötigen würden. Zumal der Zugang extrem gefährlich ist, dieser liegt mitten in der Auffahrt zum Parkhaus sowie der Zufahrt für die Busse im ÖPNV.

Hier stimmt’s nicht

Das Stadthaus oben am Campus Limburg ist tagsüber schon ein besonderer Fall, sich als Rollstuhlfahrer zu orientieren nicht einfach. Ob vom Parkplatz oder der Bushaltestelle (Linie 6) ist der Eingang nur schwer ausfindig zu machen. Gut, persönlich besitze ich Ortskenntnisse, aber Ortsfremden fällt es schwer. 

Stadthaus oben am Campus Limburg
Stadthaus oben am Campus Limburg

Orientierung ist ebenfalls Barrierefreiheit

Die konstituierende Sitzung des Limburger Behindertenbeirates fand Ende Oktober oben im Stadthaus statt. Zwei der geladenen Mitglieder / Teilnehmer kamen mit deutlicher Verspätung. Die Person im Rollstuhl hatte mit der Orientierung große Probleme. Denn Tageslicht gab es kaum noch, was logisch um diese Zeit, nach 18:00 Uhr Ende Oktober wäre. Dabei ist die Orientierung ein mehr als großer Bestandteil in Sachen Barrierefreiheit.

Wenn Du beim neuen Projekt sagst, Barrierefreiheit kommt im zweiten Schritt, ist alles gesagt. Denn in Limburg sind einige Themenfelder so liegengeblieben. Als Beispiel die Beschilderung der Altstadt – dabei sind Besucher mit unterschiedlichen Hilfsmitteln darauf angewiesen.

Ohne Rolli Symbol - somit Nutzlos!
Ohne Rolli Symbol – somit Nutzlos!

Fangen spielen – Gefahrenstelle nicht nur bei Dunkelheit

Fangspiele gehören zu den ältesten und beliebtesten Kinderspielen. Sie können überall gespielt werden, vielleicht ist Fangen ja auch deshalb bis heute eines der beliebtesten Spiele rund um den Globus – und längst nicht nur für Kinder, wie unser Titelbild zeigt. Hier kann jeder gefangen werden, der auf und mit Rädern aller Art unterwegs ist – gerade bei Dunkelheit. Die Frage sei erlaubt; ob dies der richtige Standort für solch ein Angebot ist und ob man im Vorfeld bedacht hat, welche Frequenz dies werden könnte?

http://limburgweilburg-entdecken.de
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Die gesamte Infrastruktur zur Elektromobilität sieht keinerlei Planungen sowie Umsetzung vor. Jedem Kind ist bekannt, was dies mit den Kosten macht. Der Kostenfaktor multipliziert sich auf ungeahnte Höhen. Mehr Akzeptanz für Rollstuhlnutzende – das fordere ich an dieser Stelle ein. Ob der neu aufgestellte Behindertenbeirat sich der Sache annimmt, ist heute noch nicht absehbar. 

Hier stimmt’s nicht - Teil zwei
Titelbild und Stolperfalle

Das war’s für heute

Umfangreich waren und sind die Themenfelder um Barrierefreiheit, Sicherheit, Orientierung und öffentliche WC oder WC-Anlagen. Viele Jahre habe ich die Geschichten um ein WC auf und um den Neumarkt gehört, passiert ist nichts – stand 2022.

F R A N K 👨🏻‍🦽

Baujahr 1959! Frank F. König – Administrator und Gründer von koenig-limbutg.de. Mein Motto: Geduld ist, sich selbst die Zeit zu schenken, die das Herz zum Wachsen braucht. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf und MS-Bedingt Rollstuhlfahrer. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch auf Instagram und Twitter.