Wahre Worte oder Bullshit?
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Wahre Worte oder Bullshit?

Was für ein Blogtitel: „Wahre Worte oder Bullshit?“ Eine hohe Leidensfähigkeit und funktionierende Verdrängungsmechanismen mehr braucht man für das Krankheitsbild „Multiple Sklerose“ nicht? Eine wirklich provokante Fragestellung, dazu gleich mehr im heutigen Blog Artikel.👨🏻‍💻

Wahre Worte oder Bullshit?

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Für Neugierige wie mich nicht immer einfach, wenn dann noch ein gewisser Bewegungsdrang hinzukommt, kann solch eine MS über Jahre schon mal zum Problem werden. In einem Arzt Schrifttum musste man zu meiner Person folgendes lesen: „Patient zeigt ein ausgeprägtes Leidensbild“. Interessant, ich konnte zur damaligen Zeit kaum ein Wort oder Satz sprechen – jedenfalls nicht so, dass meine Worte hätte jemand verstehen können. Der Satz regt mich heute noch auf, wo war seine Hilfestellung – gar Behandlungsvorschlag? Alles Fehlanzeige! Alle Verdrängungsmechanismen brachten mich ebenfalls nicht weiter, ich konnte und wollte mich so nicht selbst belügen.

Schriftzug "sch wie rig"
Schriftzug „sch wie rig“

MSler haben keinerlei emotionale Verbindung zu ihrem erkranktem Körper – was für ein Bullshit, aus meinem Blickwinkel. Solche Aussagen regen mich dann doch auf, zugegeben so eine MS kann beängstigend sein. Aber ich sehe sie auch als Möglichkeit, festgefahrene Strukturen neu zu denken – was mir so erging. Harte Arbeit, ein völlig veränderter Alltag, all dies war wirklich hart. Was ich lernen musste war; stell den Menschen in den Mittelpunkt – mit all seinen Talenten, aber auch Schwächen und Ängsten, nicht die MS selbst!

Wie gelingt die Umstellung auf selbstbestimmtes Leben mit MS?

Leute, was für eine Frage. Die Worte Ängste, Schwächen gefolgt von eigenen Talenten, hier liegt für mich die Lösung. Bedenkt aber, jeder Mensch ist anders. Es ist ein Lebensprojekt für mich geworden, harte Arbeit – 24/7 sage ich gerne. Um die Ausgangsfrage zu beantworten, benötige ich genau drei Worte; es braucht Zeit! Die Kompetenz dazu muss man gemeinsam mit allen entwickeln. Dabei ist der Prozess der Persönlichkeitsbildung ein wichtiger, die konkrete Umstellung wie oben ausgeführt – eben harte Arbeit. Jeder findet so seinen Weg, wenn auch oft kein leichter.

Wahre Worte oder Bullshit?

Wenn sich die äußeren sowie inneren Strukturen verändern, verlieren die Menschen ein Stück ihrer Orientierung und oft auch ein Stück Identität. Mit seinen Mitmenschen authentisch umgeht, geholfen hat bei mir ein klares Feedback geben und mit Kritik umgehen können. Man muss nicht immer nett sein, all dies klingt nach einem langen Prozess – ja dem ist so! Ich nutze in diesem zusammen gerne die Worte, Zusammenhalt und Sicherheit. Die sind wichtig, damit keiner vereinsamt oder orientierungslos wird – gerade in einer schlechten Phase der MS.

Was für ein Thema und doch keine Lösung?

Solche Themen sind nicht mit einem Blog Artikel aufzuarbeiten, also ich kann dies nicht. Meine Erfahrungen teile ich so gerne mit, ein Lösungsbuch habe ich leider nicht. Wenn ein Gedankenanstoß für einen anderen Umgang erreicht werden kann, ist vieles geschehen – ich sage gerne und oft Danke. Die Themen sind nicht einfach, dafür um so klarer. Die Lösung sind wir selbst, also bleibt aktiv – es lohnt sich! Euch allen eine schöne Zeit…

F R A N K

Komfortzone, oder der Ort, an dem Träume begraben werden?

Baujahr 1959! Frank F. König – Administrator und Gründer von koenig-limbutg.de. Mein Motto: Geduld ist, sich selbst die Zeit zu schenken, die das Herz zum Wachsen braucht. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf und MS-Bedingt Rollstuhlfahrer. Mein Wissen und meine Gedanken teile ich nicht nur hier im Blog, sondern auch auf Instagram und Twitter.