Gedenk- und Aktionstag

„Gedanken“ – Kommentar zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung von Frank F. König aus Limburg a.d. Lahn. Dieser Tag ist einfach mehr…

Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Ein Gedenk- und Aktionstag, den die Vereinten Nationen (UN) ausgerufen haben. Ziel ist es das Bewusstsein in der Gesellschaft für die Probleme von Menschen mit Behinderung aufrechtzuerhalten, Aufklärung pur eben.

Gedenk- und Aktionstag

Wir haben nachfolgend einige Gedanken und Zitate aufgenommen um dieses Thema sehr breit zu betrachten. Es ist uns wichtig meine „Gedanken“ zum Thema aufzuzeigen, denn diese sind gemischt. Persönlich würde ich sagen „bunt“ – sehr bunt. Eines vorab; solche Tage sind auch mir wichtig, gehen aber oft Wege, die nicht meins sind. Ein Beispiel: Gerade in der Politik, wenn man sich überhaupt äußert, kommen für mich Lippenbekenntnisse, nichts Greifbares eben. Wenn man es ehrlich meint, warum nicht offen mit einem Plan umsetzen. Und ja, es kostet Geld – Ohne wird es eben nicht gehen. Zurück zum Beispiel, eine private Schule, also im Bereich Bildung, schafft ein Angebot was an staatlichen Schulen bisher nicht umsetzt wird. Bildung für „ALLE“ Kinder. In einer Frankfurter Grundschule lernen „ALLE GEMEINSAM“ – hier kommt die Frage nach dem wollen/können auf. Es gibt einige positive Beispiele auch in unserem Land. Und wir diskutieren an Gedenktage im Kalender, braucht es noch mehr um zu erkennen, dass man dies nicht umsetzen möchte. 

Gleichstellungsgesetz für Menschen mit einer Behinderung

Auch dieses wurde aufgelegt, zugegeben es ist ein Anfang, hängt aber immer noch am Fürsorge Gedanken, und vielen Menschen mit Behinderungen schadet es mehr als es hilft. Wir halten mal drei weitere Beispiele für diesen Sachstand aus dem Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung

01: Individuelles Leben – Fehlanzeige

Nach dem Entwurf können viele Hilfen zwangsweise für mehrere Betroffene gleichzeitig erfolgen – das sogenannte „Poolen von Leistungen“.

02: Selbstbestimmt leben? Nur wenn es günstiger und nicht unangemessen ist.

Bisher galt der Grundsatz: ambulant vor stationär. Also es ist besser man wohnt zu Hause oder in einer eigenen Wohnung, als in einem Heim.

03: Ein Behinderter will ehrenamtlich helfen?

Dann soll er doch erstmal selbst um Hilfe betteln. Behinderte Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, erhalten nur dann Assistenz, wenn diese nicht durch Freunde und Familie abgedeckt werden kann.

Weitere Zitate und Gedanken aus dem Netz 

Revolution statt Reform – So die Schlagzeile von Roland Frickenhaus, Dresden, so veröffentlicht auf kobinet-nachrichten.org

Um was geht es Überhaupt?

Darf man am 3. Dezember auf den internationalen Tag für Menschen mit Behinderungen hinweisen, ohne daraus politisches Handeln abzuleiten? Bitte nein!

Internationale Tag der Menschen mit Behinderung
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Nur weil es schick ist brauchen wir keine leeren Bekenntnisse unserer Politiker!

Überzeugen Sie uns und ihr soziales Gewissen besser mit verantwortungsvollem Handeln und guter Teilhabe-Politik

Mit dem 03. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, steht wieder einer dieser schicken Gedenktage im Kalender, an denen es sich für die behindertenpolitischen Sprecher der Parteien und die Vertreter von Institutionen und Verbänden immer ganz gut macht, wenn sie Nettigkeiten von sich geben.

Fördern und Fordern – Aussagen wie unserer Politiker diese machen, einen Blick nach vorne wäre angebrachter. Warum; Es braucht mehr Menschen mit Behinderungen in der Politik, gerade kommunal wäre dies wichtig und von Vorteil.

Gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung

Mein Kommentar zum Abschluss dieses Blogs: In vielen Fällen gibt es einen Rechtsanspruch, solange dieser nur diskutiert wird, spricht nicht umsetzt wird, ist dieser nichts wert. Massiv stören mich Aussagen wie: Das wird die Kommunen noch sehr viel Geld kosten (Gleichstellungsgesetz für Menschen mit einer Behinderung) dafür muss ein Arbeitnehmer täglich arbeiten. Hier empfehle ich persönlich, eine Erkrankung auf Lebenszeit und am besten in Rente gehen. Dies ist zwar polemisch aber wahr. Leider muss man sagen, eine Diskussion in diesem Bereich ist wenig zielführend. Und verärgert Menschen wie mich enorm. Klare Vorgaben, Aussagen und klares Handeln, nach Möglichkeit mit klarerer Zielsetzung. Alles andere ist Augenwischerei!

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

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