Multiple Sklerose Story

Das tut mir aber leid

Das tut mir aber leid

Mein Schreibimpuls zum Blog Artikel: „Das tut mir aber leid“ findet seinen Ursprung zum Krankheitsbild Multiple Sklerose sowie dem Umgang unter Menschen.

Der etwas andere Blog: „Das tut mir aber leid“

Einen Blog Beitrag zum Thema Multiple Sklerose und dem Umgang unter Menschen, wenn man sich begegnet ist schon eine Weile her. Um so wichtiger ist es mir dieses Thema wieder aufzugreifen. Persönlich trifft mich dies jetzt weniger, da ich über Jahrzehnte einen besonderen Umgang mit solchen Aussagen und Begegnungen habe.

Das tut mir aber leid – du hast MS

Oh Gott! Fragen zu stellen ist ein einfacher Weg, um andere Menschen und deren Alltag kennenzulernen. Nur was darf und soll man alles Fragen? Oft regiert die Angst etwas Falsches zu fragen. Genau hier beginnt es oft, es kommt das Gefühl auf… im Kreisel falsch abgebogen zu sein. Um in der Verkehrssprache zubleiben – solche eine Unterhaltung ist vom Gegenverkehr geprägt, zumindest sollte dies so sein. Multiple Sklerose muss nicht auf den ersten Blick ersichtlich für ein Gegenüber sein. Im Gegenteil, die meisten der MS-Erkrankten führen ein Leben ohne sichtbare Behinderungen für die Gesellschaft.

Das Zufallsgespräch

Menschen, die sich kennen begegnen, sich zufällig auf der Straße, im Café oder auf der Arbeit – Orte gibt es viele. Die meist gestellte Frage im Leben ist: „Wie geht es dir“ dazu gibt es unterschiedliche Formen wie die beteiligten reagieren können – fällt dann der Satz soweit gut: „Außer das ich die Diagnose MS erhalten habe“. Ich mache jetzt einen Moment beim Schreiben eine Gedankenpause…🧐

Denn die Vielfalt an Aussagen, die jetzt kommen könnte – ist enorm? All dies schafft man einfach nicht in einen Blog Artikel zu transportieren. Beschränken wir uns auf einige wenige. „Um Gottes willen – du Arme“ noch bemerkenswerter ist: „WIRKLICH!“ So langsam möchte ich die Aufmerksamkeit des Lesers in eine andere Richtung lenken. Klären wir zuvor die Bedeutung des Wortes: „LEID“

Leid bezeichnet als Sammelbegriff all das, was einen Menschen körperlich und seelisch belastet. Als Leid werden insbesondere empfunden: die Nichterfüllung von Bedürfnissen und Erwartungen, der Verlust von nahestehenden Individuen, die Trennung von sozialen Gruppen, äußere Zwänge und Begrenztheit.

Wikipedia

Interesse am Gegenüber

Mir persönlich waren in der Vergangenheit die Menschen wichtig, auch als ich selbst noch ohne die Diagnose MS war. Es gibt auch andere Erkrankungen, diese unterschiedlichster Art und Ausprägung – aus meiner Erinnerung kann ich berichten wie ich auf solch eine ähnliche Nachricht und Aussage reagiert habe: Hast du Zeit? Möchtest du bei einem Café in Ruhe darüber reden? 

„Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.“

Fritz Bauer

Theodor Fontane gab mit seinen Texten schon vieles vor. Nachfolgend zwei Beispiele dazu. „Am Mut hängt der Erfolg„. Dieser gehört wie das zweite Zitat, was nicht von Theodor Fontane stammt, zu meinen persönlichen Favoriten: „Wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet, holpert es immer ein wenig.“ Autor nicht bekannt!

Das Leben besteht nicht nur aus…

Das Leben besteht nicht nur aus schlechten Dingen, es gibt so viele schöne, tolle und sehenswerte Sachen auf unserer Erde. Man sollte nur die Augen offenhalten, auch bei einer Erkrankung wie zum Beispiel „Multiple Sklerose„. Dies wird man nur nicht gleich nach Erhalt der Diagnose so sehen können – selbst erging es mir nicht anders. Es waren nicht nur für mich, böse, ernste und gefährliche Zeiten.

Zeit, Zuhören sind Erfolgsfaktoren

Gerade bei solchen Nachrichten zu einer Diagnose bzw. Krankheit – demütig blicke ich auf so viele Geschichten zurück – nicht nur aus meinem Leben. Zum Leben gehört Mut, Zuversicht die Eigenschaft solche Sätze: „Das tut mir aber leid“ nicht an einem heranzulassen. Ähnlich wie bei meiner Lieblings Formulierung „an den Rollstuhl gefesselt“ gerne noch getoppt von: „an den Rollstuhl gebunden“!

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Frank F. König

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