Na, da ist sie ja, die leere Seite, ein Blatt so weiß wie Schnee und dies im Mai! Ob’s an den Eisheiligen lag? Egal! Die Episode 58 ist für euch da, und der Blick auf Tag 7 trägt den gleichen Titel: «Immer wieder sonntags». Bis gleich!
Immer wieder sonntags
Die Eisheiligen sind zum Glück vorbei, aber ob sich das Wetter nun wirklich wärmt, bleibt abzuwarten. Ich vermisse «Balkonien», wie wir dies hier nennen. Diese kleine Oase bietet Vertrautheit, besonders wenn der Verkehr am Wochenende ruhiger ist als unter der Woche. Kennst du das Gefühl und den Drang nach etwas Erholung und Ruhe, für meinen chronisch kranken Körper beinahe ein Muss, gerade sonntags. Schauen wir doch mal auf die letzten Tulpen auf der Fensterbank bei den Königs, auch wenn es draußen gerade regnet.

Raus aus der Komfortzone
Was ein solch einfacher Satz für Auswirkungen nach sich ziehen kann, erfahrt ihr hier bei »Immer wieder sonntags«. Die Komfortzone ist weit mehr als nur ein gemütliches Sofa für die Psyche. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich um einen verhaltenspsychologischen Zustand, in dem wir uns sicher, angstfrei und unter minimalem Stress bewegen. Das Drei-Zonen-Modell: Die Psychologie betrachtet unser Erleben häufig als dreigeteilt, vergleichbar mit einer Zielscheibe oder dem Aufbau der Apple Watch Ringe.
Die Biologie der Angst?
Hier ist die Anatomie dieses Zustands – von der Geborgenheit bis zur Stagnation: Warum wir sie lieben (und hassen). Unser Gehirn ist doch auf Energieeffizienz programmiert, okay, mit MS in Teilen etwas durchlöchert. Routinen in der Komfortzone verbrauchen kaum kognitive Ressourcen. Bis bei MS die Fattigue zugeschlagen hat, das musste einfach sein - sorry!
- Der Vorteil der Komfortzone liegt in ihrer regenerativen Wirkung. Niemand kann ständig über seine Grenzen hinauswachsen, ohne auszubrennen. Sie bietet uns einen psychologischen Rückzugsort, was bei chronischen Erkrankungen doppelt wichtig ist!
- Die Falle besteht darin, dass man, wenn man die Komfortzone nie verlässt, stagniert. Fähigkeiten verkümmern, und paradoxerweise wächst die Angst vor der Außenwelt, je länger man sich im „Sicheren“ verbarrikadiert. Hier ist es wichtig, aufmerksam und zuversichtlich zu bleiben, auch wenn mir bewusst ist, wie schwierig das wirklich ist.
- Bei Stress schüttet der Körper bekanntlich Cortisol und Adrenalin aus. Wenn wir den Rand der Komfortzone erreichen, schlägt die Amygdala, das Angstzentrum im Gehirn, Alarm. Was bei MS unter umständen etwas länger dauern könnte?
Wie man sie sinnvoll erweitert?
Man sollte die Komfortzone nicht sprengen – es reicht, sie wie einen Muskel zu dehnen. Nochmal, keiner behauptet das dies einfach wäre, doch es ist einen Versuch wert, so mein Gedanke.
- Micro-Challenges: Kleine Veränderungen im Alltag (z. B. einen neuen Weg nehmen oder eine fremde Person grüßen).
- Reframing: Angst als „Vorfreude“ oder „Energie“ umdeuten.
- Fehlertoleranz: Akzeptieren, dass man in der Lernzone zwangsläufig stolpert.
Merksatz an "ALLE": Die Komfortzone ist ein schöner Ort, aber dort wächst nichts. Rein gar nichts!
Gibt es einen Bereich in deinem Leben, in dem du gerade das Gefühl hast, festzustecken, oder suchst du nach einer Strategie für einen ganz konkreten „Sprung ins kalte Wasser“? Immer dieser Vergleich mit dem kalten Wasser, Leute wer will das schon? Es sollte doch auch ohne das kalte Wasser gehen, was denkst du?
Sorry, das Thema hatte mich beschäftigt!
So schnell vergeht die Zeit, schon sind wir am Ende des heutigen Artikels angekommen! Manche Artikel sind länger, andere kürzer, so wie manch Woche, aber eines haben sie alle gemeinsam: Es macht uns riesigen Spaß, sie für euch zu schreiben. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gerne einen Kommentar oder persönliches Feedback unter dem Artikel hinterlassen. Das hilft uns, zu sehen, ob es noch Fragen oder Anregungen von euch Leserinnen und Lesern gibt. Sogar ein Emoji wäre ein tolles Zeichen, dass ihr unsere Arbeit schätzt! Wir bedanken uns ganz herzlich für euren Besuch im Blog, euer Interesse und eure Zeit. Wir würden uns riesig freuen, euch bald wiederzusehen. Für heute sagen wir herzlichen Dank und bis bald.

Schönen Sonntag oder wann auch immer du das hier gelesen hast. Gestartet sind wir mit Tulpen am Fenster, enden möchte ich mit den Pflanzen von Balkonen.


0 Kommentare