Das Dilemma der doppelten Belastung bei sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen zeigen wir heute auf Blog4u auf, nicht wie man vermuten könnte auf MSBlogPlus.de. Das Thema ist wichtig und verdient Aufmerksamkeit, da es über eine Erkrankung und Behinderung hinausgeht.

Sichtbare sowie unsichtbare Behinderungen
Warum die Mischung aus sichtbaren und unsichtbaren Beeinträchtigungen (Behinderungen) problematisch ist? Obwohl eine Behinderung für andere sofort erkennbar sein kann, werden oft die am häufigsten übersehenen Aspekte genannt: Viele der schwerwiegendsten Symptome bleiben für Außenstehende gänzlich unsichtbar. Das Phänomen, trotz einer sichtbaren Beeinträchtigung eine unsichtbare Behinderung zu haben, führt im persönlichen Umfeld häufig zu Missverständnissen und sozialer Erschöpfung.
Das Dilemma der doppelten Belastung!
Unsichtbare Einschränkungen wie chronische Schmerzen, psychische Erkrankungen, Diabetes oder Multiple Sklerose betreffen rund 80 % der Menschen mit einer Behinderung. Selbst bei einer sichtbaren Beeinträchtigung, etwa durch einen Rollstuhl oder einen Langstock bzw. Rollator, können weitere, nicht sichtbare Probleme hinzukommen.
Doppelte Hürden entstehen, weil der sichtbare Zustand zwar wahrgenommen wird, etwa durch Hilfsmittel, aber unsichtbare Symptome wie chronische Erschöpfung, starke Schmerzen, Konzentrationsstörungen oder neurologische Aussetzer oft übersehen oder verharmlost werden.
Rechtfertigungsdruck entsteht, da Außenstehende zwar einen Rollstuhl oder eine Prothese sehen, zusätzliche Rücksicht, Pausen oder Hilfe für eine nicht sichtbare Erkrankung jedoch oft nicht glauben. Unterstellungen wie „Simulieren“ oder „Übertreiben“ treten dadurch häufiger auf. Missverständnisse im Alltag ergeben sich, weil unsichtbare Symptome täglich oder stündlich schwanken können. Für das Umfeld wirkt das widersprüchlich, wenn jemand an einem Tag scheinbar mehr leisten kann als am nächsten.
Bis bald ...

