Hallo und willkommen zu einer Episode »Klugscheißer Royal«, dem königlichen Aufruf, wenn bereits der Morgen zu kippen droht. Sei offen und lies dieses kleine royale Abenteuer.
Der Morgen läuft aus dem Ruder!
Was rettet mich, wenn der Tag schon am Morgen aus dem Ruder zu laufen droht? Keiner glaubt mir, dass ich gut rudern könnte, das muss aber auch keiner. Rollstuhlfahrende haben andere Vorlieben, gerade am Morgen, wenn alles schief läuftschiefgeht.
Der Wecker klingelt zu spät, der Kaffee kippt um, und die erste E-Mail des Tages ist ein echter Brandbeschleuniger. Leute, wenn der Tag schon um 8:00 Uhr morgens implodiert, hilft meist kein „Tschakka, du schaffst das“ – sondern ein gezielter Notfall-Reset. Hier eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, um das Ruder wieder herumzureißen. Bevor wir jedoch loslegen, möchte ich klarstellen, dass wir zwar einen Wecker besitzen, dieser aber nur bei wichtigen Terminen genutzt wird – als Rentner in Vollzeit bin ich davon sonst verschont. Diese Bemerkung soll die morgendliche Situation für möglichst viele transparent machen.
Der harte Cut!
Die 5-Minuten-Pause – wenn alles schiefgeht, neigen wir dazu, hektisch zu werden und alles gleichzeitig zu reparieren. Das führt nur zu mehr Fehlern. Stattdessen solltest du einen Moment innehalten, tief durchatmen und dich kurz vom Bildschirm und Co. entfernen. Mach das Fenster auf oder hol dir ein Glas Wasser. Sag dir laut oder gedanklich: „Der Morgen war chaotisch, aber der Rest des Tages muss es nicht sein.“ Trenne den Vormittag gedanklich vom Nachmittag. Hilft bisweilen, doch für diesen Verkehr gibt es weitere Umleitungen – je nach persönlichem Geschmack.
Radikale Priorisierung!
Die »Eine-Sache«-Regel – der ursprüngliche Tagesplan ist jetzt wahrscheinlich hinfällig. Akzeptiere das. Streiche deine To-do-Liste brutal zusammen und such dir eine einzige Sache heraus, die heute wirklich wichtig ist. Wenn du diese eine Sache schaffst, war der Tag ein Erfolg. Alles andere ist Bonus oder wird vertagt. Was in Summe mein Vorgehen widerspiegelt.
Erwartungsmanagement!
Die ehrliche und offene Kommunikation mit dir selbst. Versuche nicht, den Rückstand durch magisches Multitasking aufzuholen – das erzeugt nur Druck. Kommuniziere ehrlich mit dir selbst und anderen über deine Prioritäten und was realistisch ist. Ein beeindruckender Weg – den ich bereits für dich ausgetestet und für gut befunden habe. Sollte eine Deadline in Gefahr geraten, kommuniziere dies umgehend und höflich: „Hey, mein Morgen verlief etwas chaotisch. Ich bin dran, aber es wird voraussichtlich um X Uhr statt um Y Uhr fertig.“ Die meisten Menschen zeigen Verständnis, solange sie im Voraus informiert werden.
Dein schneller »Micro-Win«!
Das Gehirn benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, um aus dem Stresszustand zu entkommen. Leute, das hilft wirklich – aber seid offen dafür. Erledigt eine kleine Aufgabe, die maximal zwei Minuten dauert, wie den Müll hinausbringen, das Bett machen oder eine sehr kurze E-Mail beantworten. Hauptsache, ihr könnt mental ein Häkchen setzen und das Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen. Okay, die Beispiele treffen auf den älteren Mann, also mich, vielleicht nicht zu, aber sie sollen euch verdeutlichen, was ich meine. Hier mein Sofort-Tipp für den Augenblick: Suche dir ein Lied aus, das dir garantiert gute Laune bringt, mache es für drei Minuten laut an und schüttle den Frust einmal kurz physisch ab. Hier setze ich lieber auf Kopfhörer, es muss doch nicht jeder mitbekommen, wie es am Morgen gelaufen ist.
Macht’s gut und tschüss von der Lahn!

