Das Alphabet des Lebens: V wie Vater

von Frank von Koenig-Limburg.de | 17. August 2026 | Blogging, Serienblogs

*Unbezahlte Werbung durch Namensnennung

Das Alphabet des Lebens: V wie Vater

Beim Buchstaben »V« im Alphabet des Lebens geht es um »V wie Vater«. Diesen Artikel im August möchte ich meinem Vater widmen, der im August Geburtstag gehabt hätte und 94 Jahre alt geworden wäre.

17. August 2026

Das Alphabet des Lebens

Vater, das männliche Elternteil, ist auch im Jahr 2026 unbestritten. Papa oder Vater, das ist oftmals eine Frage des Gefühls und der persönlichen Präferenz. Der einzige wirkliche Unterschied zwischen den beiden Wörtern besteht darin, dass Vater formeller ist als Papa. Meine Recherche ergab das Mädchen auch gerne "Dad" verwenden was uns heute im Artikel "Das Alphabet des Lebens" nicht tiefer beschäftigen soll. Denn bereits Wilhelm Busch äußerte: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Gerade bei mehreren Kindern, die oftmals unterschiedlicher nicht sein könnten, ist es nicht immer leicht, allen gerecht zu werden. Meine persönlichen Erfahrungen sind da gleich vierfach.

Vater du bist es?

Mein Vater trug den Vornamen Günther, mit einem »th«, das ihm sehr wichtig gewesen war. Uns vereinte eine lange Familientradition: Bis zu mir trugen wir alle vor mir den Zweitnamen Friedrich. Meine drei Söhne wurden dieser langjährigen Familientradition nicht mehr teilhaft, als ich als junger Vater zum Leidwesen meines Vaters damit brach.

Das Alphabet des Lebens heute aus Sicht der höchstpersönlichen Perspektive, denn es geht um meinen Vater und das eigene Vater sein. Es wäre an der Zeit, diesen Artikel zu meiner kleinen Serie zu schreiben, da das "Alphabet des Lebens" noch einige Buchstaben für uns bereithält . Bis zum Finale gibt es noch einige Buchstaben einzulösen.

Das Alphabet des Lebens: V wie Vater

Unsere Perspektive prägt, wie wir die Welt sehen – beeinflusst von persönlichen Erfahrungen und den Überzeugungen, die uns umgeben. Diese subjektive Sichtweise spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Situationen und der Entscheidungsfindung. Indem wir bewusst unsere Perspektive wechseln, können wir festgefahrene Denkmuster durchbrechen und neue Lösungswege entdecken. Heute, beim Buchstaben »V«, widme ich mich dem Thema Vater – einem wichtigen Bestandteil meines Lebens. Da mein Vater im August Geburtstag gehabt hätte, möchte ich ihm diesen Artikel gerne widmen – ob er dies da oben mitbekommt ist eine andere Sache.

Das Alphabet des Lebens im Rückblick

Väter und Söhne in den 60er Jahren waren etwas anderes als eine oder zwei Generationen später. Rückblickend betrachtet, war mein Vater eher menschlich und hielt sich im Alltag bei der Erziehung eher defensiv. Im Ernstfall konnte man sich jedoch immer auf ihn verlassen, das war einfach so. Jeder Mensch, auch Väter, hat seinen eigenen Charakter und lebt ihn unterschiedlich aus. Das kann ich als Vater von vier Kindern nur bestätigen.

Wir waren nicht immer einer Meinung, besonders nicht in Bezug auf Behinderung, Gesundheit und Krankheit. Als Vater und Sohn mussten wir beide den schmerzhaften Verlust eines Kindes ertragen und akzeptieren. Diese Erfahrung hat uns tief geprägt und unsere Sicht auf das Leben nachhaltig verändert. Auch hier zeigten sich Unterschiede – eben zwei Väter aus unterschiedlichen Generationen. Zwar beide der Freiheit und dem Gedanken an das Mögliche tief verbunden, genoss ich eine Erziehung, die demokratische Werte hochhielt. Nicht unbedingt selbstverständlich zur dammaligen Zeit – bin ich mit Blick auf beide Elternteile mehr als dankbar für diese Werte.

Grabstätte König in Würges

Beeindruckt hat mich seine Entschuldigung im hohen Alter für seine Fehlentscheidungen und sein Bedauern darüber. Wie heißt es doch so schön: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Denn auch ich als Vater werde bei meinen Kindern nicht immer alles richtig entschieden haben. Doch habe ich sie bis ins Erwachsenenalter unterstützt und begleitet – was noch heute Gültigkeit hat und mein Leben immer wieder prägt.

Schriftzug Frank

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert