ERKLÄRUNGSVERSUCH MULTIPLE SKLEROSE

WAS MÖCHTEST DU VON MIR

WAS MÖCHTEST DU VON MIR

Oder auch; was willst Du von mir? Zur Aufklärung, mein Körper und ich sind per Du. Keine Grenzen des Alters, nicht das man dies falsch verstehen könnte, wir gehören zusammen. Aber Er (Körper) nervt auch schon mal, wie in einer guten Beziehung. So geschieht das Lesen dieses Blogs auf eigene Gefahr…

Keine Sorge das wird jetzt keine Körperreise

Blog 19-587: Mein Körper lädt wiederholt zur Reise ein, bisher konnte ich dieses kostenlose Angebot nur in Teilen ausschlagen. Stetig zwingt er mir neue Wege auf, gut einige sind schön und zeigen mir andere Welten und Sichtweisen auf. Der berühmte Perspektivwechsel. So habe ich mir Gedanken gemacht, aber oft übertreibt mein Körper maßlos. Unterschiedliche Menschen schreiben unterschiedliche Geschichten, auch wird es Menschen mit MS gegeben haben, die dies vor mir umgesetzt haben. Nur eben nicht von mir, so hat jeder Leser die Wahl seine Entscheidung zu treffen. Lesen – oder eben nicht!

Immer wenn ich im Blog „MS“ schreibe – ist damit Multiple Sklerose gemeint!

#MultipleSklerose #MS #MSler #MSverbindet

Kommen wir zu Euch – dem Leser im Blog

Jeder verfügt über einen Körper, jeder hat einen Körper, seinen Körper. Faktisch reagieren Mensch und damit jeder Körper anders. Was uns so nicht weiter bringen wird, ab hier müsstet ihr in euch reinhören. Aber ihr kennt euern Körper ja, deshalb verschwenden wir keine Zeit und verlassen diesen Weg. Wir schreiben das Jahr 2 0 1 9, und wie so oft zu Beginn eines Jahres ist es im Normalfall kalt. Logisch wir haben ja Winter, nur bisher ist es nicht wirklich kalt wie im Winter, sowie ich diese in der Erinnerung habe. Zur Aufklärung, mein Körper steht nicht so auf Kälte, gerade dieses nassfeuchte Wetter. Ekelig, ja dies wäre mein Wort was ich gerne dazu verwenden würde. Nach kurzer Rücksprache wäre mein Körper ähnlicher Meinung. So seht ihr, wir bilden Schnittmengen, wenn auch nicht immer. Orthopädische sowie Neurologische Erkrankungen wie bei mir sind im Allgemeinen keine gute Kombi, egal für welchen Körper. Hier haben mein Körper und ich persönlich die größten Differenzen. Gut, ich verstehe ihn ja zum Teil, und bei einem sind wir uns völlig einig – die bestehende Rest- Gesundheit muss gepflegt werden.

Irgendwie überkommt mich ein Gefühl, das dieser Blog länger gehen könnte?

Blicken wir lieber nicht so weit und tief – was diesen Blog angeht. Machen wir weiter, die eigentliche Fragestellung – was will er von mir… ist immer noch offen. Faktisch nicht beschrieben noch geklärt. Es ist nicht immer einfach, als eigentlicher „Nicht- Schreiber“ am Thema zu bleiben, und meine experimentelle Orthografie und deren Folgen treiben mich nicht auf Höhenflüge. Zugegeben, ein Thema, das ich kaum mehr beeinflussen kann… es will nicht mehr in meinem Kopf. Anderes kann ich Problemlos lernen, oder eben wiederauffrischen. Aber Rechtschreibung und Grammatik eben nicht wirklich. Das Nervt mich schon extrem, wären doch Dinge möglich, die ich so nicht mehr umsetzen kann. Aber ich bleibe am Ball und gebe mein Bestes.

Die Diskussionen zwischen Ärzten bringen mir nichts

Es treibt mich nicht an, Ärzte diskutieren getreu ihrer Fachrichtung. Der Orthopäde hat diese Meinung zu meinem Körper, der Neurologe wieder ein völlig andere. Mich als Menschen zu betrachten ist bisher keinem in den Sinn gekommen. Dies erklärt meine Scheuch was Fachärzte angeht. Über Jahre pflege ich medizinischen Kontakt zu einem Arzt. Mein Hausarzt, Frau Doktor war einfach spitze und hat vieles mitgetragen.  Leider ist meine Ärztin in Rente und ein Neuer hat übernommen, wir sehen uns echt selten. Meine Scheu ist nicht unbegründet – denn auch meine Tochter äußerte der hört nicht mal zu. Was aber aus meiner Erfahrung viele Ärzte mit Zeitdruck betrifft. So bleibe ich aktiv im Austausch mit meinem Körper höre aufmerksam was er denn von mir möchte, mehr noch ich nehme ihn echt ernst. Was ich in der Vergangenheit nicht immer getan habe.

So steht immer noch die Frage im Raum:

Was will er von mir?

WAS MÖCHTEST DU VON MIR
WAS MÖCHTEST DU VON MIR

Diese möchte ich zum Schluss dieses Blogs noch beantworten, denn Fragen ohne Antworten sind nicht meine Welt. Wenn ich es mit zwei oder gar einem Wort beantworten müsste, wären meine Worte; Achtsam und Aufmerksamkeit.

Er verlangt nach Aufmerksamkeit, unabhängig meiner jahrerlangen Erkrankungen. Mehr noch, mit jetzt fast 60 Jahren verändert er sich. Mein Körper bringt mir die Erinnerung zurück, die ich an meine Mutter habe. Immer dann, wenn sie mir erklären wollte „Junge ich schaffe das so nicht mehr“ oder auch „das möchte mein Körper nicht mehr“ bei gewissen Mahlzeiten und Essen verstehe ich diese Signale heute sehr deutlich. Kleinigkeiten, aber so stark, dass sie ins Leben, gar in den Alltag eingreifen. In dieser Kombi und den jahrerlangen Grunderkrankungen eine besondere Aufgabenstellung. So bleiben wir – also mein Körper und ich im Austausch. Wir schenken uns gegenseitige Aufmerksamkeit und hören einander zu – immer mehr!

So da wäre ich mit meiner Reise und Gedanken zu meinem Körper am Ende dieses Blogs angekommen, freuen würde ich mich über den ein oder anderen Kommentar oder auch kleine Geschichten zwischen euerm Körper und Gedanken. Denn egal in welchem Alter man sich befinden es trifft einfach jeden. Junge Menschen nach dem Sport oder körperlicher Anstrengung, Älteren muss ich dies nicht mehr aufzählen, sie hören es täglich von ihrem Körper. Aber lassen wir dies an dieser Stelle und freuen uns auf den Austausch!

Ihr / Euer
Frank F. König

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

  1. Ach lieber Frank, wir und unsere Gespräche mit unseren Körpern. Manchmal möchte ich ihm gar nicht so aufmerksam zuhören, manchmal nervt er mich und anscheinend ich ihn auch 😉 Achtsam bin ich auch nicht immer, dafür bekomme ich dann die Quittung und bin dann ganz schnell wieder achtsam!
    Ich wünsche dir viele achtsame und aufmerksame Stunden im Neuen Jahr, ob mit oder ohne Gedanken an deinen Körper. Wir brauchen alle unsere Pausen 😉
    Liebe Grüße
    Caro

  2. Hallo Caro,

    schön etwas von Dir im Blog bei mir zu lesen – nicht das erstmal. Dafür meinen Dank, ja wir und unsere Körper. Pausen sind besonders wichtig, oft unterschätzt aber so wichtig. Dir ein schönes 2 0 1 9, liebe Caro!

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