Erklärungsversuch Perspektiven Senioren

Untersuchungstermin inklusive Wartezimmer Romantik

Untersuchungstermin inklusive Wartezimmer Romantik

Leute – was für ein Vormittag für mich, Kommunikation ist nicht jedem gegeben oder möglich? Es gibt Tage die kannst du dir nicht ausmalen, alles nahm seinen Anfang bei meinem Termin zum CT (Computertomografie) – die Bandscheiben meldeten sich schmerzlich, so blieb nach der Erstuntersuchung kein anderer Weg. Schon im Wartezimmer stellte ich mir die Frage:Schreibst du nach dem erlebten einen Blog?“ Die Antwort erübrigt sich – nehme ich jetzt mal an…👨🏻‍💻

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Mein Untersuchungstermin

Ich sortierte schon im Wartezimmer meine Gedanken, was mich ruhig blieben ließ. Die innere Aufregung über soviel Gleichgültigkeit unter Menschen machten mich Sprachlos. Da ich gewisse Erfahrungen zu solchen Terminen aufweisen kann, war mein Ziel – du sagst nichts! Zwischenzeitlich – schrieb ich Carmen eine WhatsApp, das half mir sehr! Jetzt bin ich erstmal froh das mein Untersuchungstermin inklusive CT (Computertomografie) vorerst Geschichte ist. Gut, schlauer bin ich nur bedingt, aber dazu später mehr. Mein Kopf ist noch voll der Eindrücke des Geschehenen vor Ort – kein angenehmes Gefühl. Persönlich musste ich mir zu Hause erstmal einzelne Wörter notieren, um diesen Blog für euch und mich zu strukturieren. Gleich nach der Anmeldung im 1. Stock fuhr ich mit dem Aufzug weiter nach oben – sprich ein Stockwerk höher.

Anmeldung zur Computertomografie

Die Gedanken schossen mir nur so durch den Kopf, denn die unterschiedlichen Menschen nervten mit ihrem Verhalten schon extrem. Rücksicht untereinander – hier zählte jeder Ellenbogen. Mir war klar, das erlebte musst du aufschreiben. Nur hatte ich nicht, wie sonst üblich mein Notizbuch dabei. So versuchte ich Krampfhaft mir einzelne Schlüsselwörter zu merken. Welche Attribute und Synonyme mir sekündlich durch den Kopf schossen, lasse ich lieber weg. Nur eines war mir sofort klar, so geht man nicht mit Menschen um. Weniger meinetwegen, denn Kommunikation war dem Gegenüber heute nicht mal im Ansatz möglich!

Wartezimmer Romantik
Untersuchungstermin inklusive Wartezimmer Romantik

Die Wartezimmer Romantik ist nicht meins

Wer mich näher kennt, dem ist bewusst, wie ich über Wartezimmer und dessen Romantik denke und vor allem warum. Nur dieses Fass machen wir heute nicht mal im Ansatz auf, denn ich war gewillt das CT (Computertomografie) so schnell und reibungslos anzugehen wie möglich. Ich füge mal das ein oder andere Bild als Unterstützung bei, es malt ungefähr das, aus was ich in meiner Perspektive erleben durfte. Solche Spiegel bin ich nach so vielen Jahren als Rollstuhlfahrer gewohnt. Die Kabine eher weniger, gerade zu Corona Zeiten. Zum Glück passte ich durch und stand nach fünf Minuten in diesem Teil vor dem CT. Es wurde warm, sehr warm – da verrate ich keine Betriebsgeheimnisse. 🙄

Ignoranz führt zu Behinderungen 

🙈🙉🙊

ffk

Meine heutige Computertomografie (CT)

Corona ist schon belastend für Menschen, wenn dann noch eine Behinderung hinzukommt steigt das Barometer der physischen Barrieren, gerade bei einem CT wie heute Vormittag. Aber der Reihe nach! Es bemühten sich gleich zwei Frauen dies mit mir umzusetzen. Eine Art Kommunikation gab es im Vorfeld nur bedingt. Ich konnte ausmachen eine, der beiden gibt sich Menschlich und zum Teil offen. Die zweite Mitarbeiterin hingegen weniger, Sie war es die mir meine Versicherungskarte ohne all die anderen Unterlagen zurückgab. Meine Nachfrage zur Datenschutzerklärung quittierte sie kurz mit den Worten: Einen Moment – hier die fehlenden Unterlagen.🙃

So unterschiedlich wie Menschen sein dürfen

Egal welche Nationalität und Alters begegnet man mit Höflichkeit und Respekt. Dies war in vielen Fällen am Vormittag nicht im Ansatz der Fall. Gerade Menschen die wegen unterschiedlicher sprach Barrieren, oder einfach nur ängstlich waren behandelt man so nicht. Ich musste schon viel Demut und Kraft aufbringen nichts zusagen. Gerade bei zwei älteren Menschen, die sehr unsicher waren, die Hilflosigkeit stand den Menschen ins Gesicht geschrieben. Wirkliche Kommunikation fand einfach nicht statt, die hätte vieles der Ängste beseitigen können. Durch Corona sind aktuell keine Begleitpersonen erwünscht, auch in diesem Umfang gab es einige Unterschiede, oft zum Nachteil der Betroffenen. Selbst hatte ich darauf verzichtet und wollte im Vorfeld keine Barriere oder ähnliches Aufbauen. Nur richtig war dies auch nicht – gerade mit Blick auf nötige Hilfestellungen.

Corona, Wartezimmer, Hinweisschilder, Mund- und Atemschutzmasken

Gerade in engen Räumen und dies beim Arzt oder eben in solch einer Praxis. Schließlich gibt es, ein hohes aufkommen an Patienten. Da sollte es doch für jeden Möglich sein den Mund- und Atemschutz zutragen? Weit gefehlt!

Ich bin immer noch unsortiert

Dies alles hat mich mehr mitgenommen als ich anfänglich selbst Glauben wollte. Wenn ein Mitarbeiter jeden Geschlechts nicht kann oder keine Lust sowie Muße hat – dann wäre allen anderen geholfen, wenn solche Mitarbeiter nicht auf Menschen losgelassen werden. Teilweise konnte ich bis hierhin meine Gedanken nur schwerlich einordnen und sortieren – irgendwie bleibt das Gefühl in mir, entscheidendes vergessen zu haben.  Meine Fragen zum CT, keinem MRT – wegen meiner unterschiedlichen Hilfsmittel sowie Mund- und Nasenschutzmaske blieben ohne Rückmeldungen. Auch das Hochfahren der Liegefläche beim Umsetzen empfand ich weniger hilfreich – da musste es einen Kommentar von mir geben. Denn es ist mein Leben und Restgesundheit, sorry! Schade, dies kann nicht an meiner Anspruchshaltung als Mensch im Rollstuhl liegen, oder? Irgendwie werde ich gerade unsicher.

Untersuchungstermin inklusive Wartezimmer Romantik
Untersuchungstermin inklusive Wartezimmer Romantik

Das Belohnungsprinzip

Nach diesem Vormittag, die Uhr zeigte kurz vor 13:00 Uhr, also Zeit für meine Medikamente. Dabei wäre es von Vorteil trotz der hohen Temperaturen etwas zu essen, gesagt getan. Ich entdeckte auf einer Tafel zum Mittagstisch – eine Minestrone. Perfekt, ich als Suppenkasper liebe das Flair der Limburger Altstadt, gerade am Mittag. Unter einem Dach voller Weintrauben und Blätter machte ich es mir im Schatten gemütlich und gab meine Bestellung auf. Die Minestrone für mich lecker und genau das richtige nach diesem Vormittag – faktisch meine Belohnung vor den Medikamenten.

Mittagstisch – eine Minestrone zur Belohnung
Meine Belohnung

Herzlichen Dank für alles

Solche Untersuchungstermine, inklusive Wartezimmer Romantik sind wirklich nicht meins. Meine Nachfrage: „Bin ich jetzt fertig?“ Wurde mit der Rückmeldung und einem knappen ja quittiert. Ob meine Bilder oder Unterlagen jetzt zu meinem Arzt gesendet werden, konnte man in dieser Kommunikation, nicht entnehmen. Zugegeben, ein Arztgespräch gab es diesmal nicht – Corona lässt grüßen. Ein Termin der mich viel Demut und Ressourcen gekostet hat. Wie gerne würde ich all dies anderes erleben dürfen – gerade mit Blick auf die Menschen, die so behandelt wurden. Weniger meinetwegen, aber ich blicke immer noch schockiert auf diesen Vormittag. Deshalb lassen wir genau hier meinen Blog Artikel zum Ende kommen. Ich Danke für die Aufmerksamkeit – soweit Zeit in meinem Blog.

Leseempfehlung: Ist das wirklich Deine Energie Wert? Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, über die wir uns aufregen. Unzählige Situationen, die uns aufregen könnten – nur warum? Im Gespräch mit einem gleichaltrigen kam folgendes zustande: „Was regt den „typisch Deutschen“ so richtig auf?“ Oder wie es junge Menschen ausdrücken würden: ALMAN!