Erklärungsversuch

Thema Berührungsangst

Thema Berührungsangst

Thema Berührungsangst – Gibt es zwischen Menschen mit und ohne Behinderung Berührungsängste? Diese Frage konnte ich im Jahr 2016 des öfteren hören, Teilweise selbst erleben.

Zwischenmenschliches

Eins bitte Vorweg – Jeder Mensch, egal ob mit einer Behinderung oder nicht, ist anders.  Jeder Empfindet das Leben anderer und sein eigenes unterschiedlich – eins bleibt unterm STRICH aber immer stehen.

WIR SIND ALLE MENSCHEN

Thema Berührungsangst
Foto: Frank F. König im Dom

Rollstuhlfahrer – auch so ein Wort?

Ich empfinde es nach über 20 Jahren nicht schlimm Rollstuhlfahrer genannt zu werden, im Gegenteil. Was überhaupt nicht geht, „der Rollstuhl“ will an der nächsten Station raus (O-Ton DB) – dies mag ich NICHT. Der Rollstuhlfahrer macht mir nichts aus, aber der Rollstuhl usw. geht gar nicht. Ich habe einfach nichts mehr gesagt, denn so ein Rollstuhl antwortet in der Regel ja auch nicht – dies durfte ich auf der Rückreise im ICE im Jahr 2016 wieder einmal erleben. Mehr Aufmerksamkeit muss, oder sollte man dem Thema bzw. solchen Menschen auch nicht geben.

Thema Berührungsangst

Menschen, auf Ihre Behinderung zu reduzieren ist mehr als unhöflich – Ja unverschämt.

Eine Begebenheit möchte ich in diesem Beitrag noch wiedergeben. Ein Kind Fragte seine Mutter: Mama, was hat der Mann da – die Antwort machte mich einen Moment Sprachlos. Der fährt einen Traktor – Ja, einen Traktor. Was mich an diesem Tag Antrieb bzw. Bewegte seht ihr auf dem Foto.

Thema Berührungsangst
Foto von Josef Schmitt: Frank F. König – Cobra 11, E-Scooter – Kein Traktor 🙂

SEI DABEI – Projekt: „Barrierefrei von Kopf bis Fuß“

Im Beitrag weitergehende Informationen zum MITMACH PROJEKT hier auf koenig-limburg.de

KINDER FRAGEN – UND DAS IST AUCH GUT!

Ich persönlich sehe Kinder als Zukunft – Logisch ich habe ja selbst drei Söhne und eine Tochter, sowie zwei Enkelkinder. Spaß bei Seite, Kinderfragen sind offen, Teilweise hart, aber immer ehrlich. Das ist auch ein Grund, warum ich mir immer Zeit für Kinder nehme die Fragen stellen. So besteht die Hoffnung, dass die Zukunft beim Thema Menschen mit Behinderung „Normal“ behandelt werden. Erwachsene Menschen erhalten von mir in den meisten Fällen ein lächeln, es bringt wenig sich aufzuregen, es schadet einem meist nur selbst. Aber immer gelingt es mir auch nach so vielen Jahren nicht. Eine Mission in meinem Leben, die nie ein Ende finden wird – also eine besondere Challenge.

*Das Projekt musste leider eingestellt werden* Dies ist ein weiterer Grund für mein Projekt: „Barrierefrei von Kopf bis Fuß“

Wie wichtig dies ist sieht man an diesen Beispielen, jeder Rollstuhlfahrer bzw. Mensch mit Behinderung kann solche Geschichten erzählen. Genau dies sollten Menschen mit Behinderung auch tun, so nähern wir uns Schritt für Schritt einer Gesellschaft die ein Miteinander lebt.

Hoffe ich doch?

Ihr / Euer

Frank F. König