POLITIK

Statement zu Limburg und Barrierefreiheit

Mittelgang-Wochenmarkt

Statement zu Limburg und Barrierefreiheit – Barrierefreiheit ist ein fester Bestandteil der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel21) Diese sollte man folglich dementsprechend – aber nicht nur aus diesem Grund ernst nehmen.

Von Kai-Hagen Maiwald,  Fraktionsvorsitzender DIE LINKE

Statement zu Limburg und Barrierefreiheit

In Limburg nimmt man dies nur teils ernst , so meine Meinung. Der beste Beweis hierfür ist die  Webseite koenig-limburg.de – Gäbe es diese, wenn eine gute Inklusion ausreichend vorhanden wäre? Ich denke NEIN.

Als bekennender Christ empfinde ich es als ein Armutszeugnis, dass es in einer christlich-abendländisch geprägten Bistumsstadt wie Limburg an der Lahn immer noch solch immense Defizite bei der Barrierefreiheit gibt. Die aufgeführten Beispiele auf Ihrem Blog spiegeln doch ganz klar wieder, dass hier dringend etwas geschehen muss!

Ich gehe mal als Beispiel auf die Altstadt ein:

In Rahmen eines Schulprojektes, welches ich in meiner derzeitigen Ausbildung zum Heilerziehungspfleger absolviere haben wir Limburg im Rollstuhl erkundet. Gerade die Altstadt ist eine Katastrophe im Gebiet Barrierefreiheit. Klar kann man sagen, es ist eben eine historische Altstadt und dies ist nun-mal so. Meiner Auffassung nach machen es sich jene Politiker aber zu einfach!

Es gibt durch aus mehr als nur eine Möglichkeit, um die Altstadt um einige Barrieren zu erleichtern. Manche davon sind nicht einmal kostspielig. Was ist so schwer daran mit GeschäftsinhaberInnen, RestaurantbetreiberInnen etc. als Stadt ins offene Gespräch zu gehen und z. B. Rampen vorzuschlagen, welche sogar nur bei Bedarf vor die jeweilige Lokalität gelegt werden, um es einem gehbehinderten Menschen leichter zu machen diese zu betreten ?

So lange es in Limburg an der Lahn nicht nur in einigen verantwortlichen Köpfen Fata-Morgana Barrieren gibt – so lange wird es wohl die vielleicht offenbar bewusste, in Kauf genommene Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung geben.

Barrieren im Bistum in Limburg

Beachtlich finde ich ebenfalls, dass selbst das Bistum in Limburg manche Barriere sogar selbst erschaffen hat, auf dem Domplatz gibt es ein Schild für RollstuhlfahrerInnen, welches u.a. auf die Öffnungszeiten des Seiteneinganges verweist. Wie aber soll der/die Rollstuhlfahrer/in denn die Öffnungszeiten ohne ein mitgebrachtes Fernglas ablesen können? Auf diesen Platz kommt man gar nicht mittels Rollstuhl!

Ich jedenfalls werde mich nun – als Neuling im Parlament, zusammen mit meiner Genossin Figen Eren daran machen, diese scheinbar unüberwindbaren Seifenblasenbarrieren in den Köpfen Verantwortlicher platzen zu lassen um Barrierefreiheit in Limburg zu ermöglichen.

Ich appelliere an die VertreterInnen der anderen Fraktionen dieses Ziel ebenfalls zu ermöglichen.

Damit auch Menschen mit einer Behinderung unser schönes Limburg tagtäglich besser genießen können.

Mit freundlichen Grüßen

Kai-Hagen Maiwald
(Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. Fraktion im Rathaus Limburg )
DIE LINKE. Fraktion im Rathaus Limburg
Werner-Senger-Straße 10
65549 Limburg a. d. Lahn

www.nur-wählbar-nicht-käuflich.de

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