Erklärungsversuch

Selbstversuch Rollstuhlfahrer

Selbstversuch Rollstuhlfahrer – Durch einen Beitrag von Leidmedien auf Facebook wurde ich Aufmerksam zum Thema Selbstversuche als Rollstuhlfahrer.

Selbstversuch Rollstuhlfahrer

Selbstversuch: Als Rollstuhlfahrer in Hamburg

Täglich begegnet er Barrieren, die andere nicht einmal wahrnehmen. Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, Treppenstufen. Frank F. König sitzt im Rollstuhl, sprich ein Experte in eigener Sache. Einen Selbstversuch umzusetzen findet König sehr gut, aber dann bitte „GEMEINSAM“. Denn nur dies würde für ihn einen Sinn für alle Beteiligten ergeben.

Leidmedien bei Facebook
Screenshot: Leidmedien bei Facebook

Zitat: Aus einem Kommentar zum Beitrag:

Mit solchen „Selbstversuchen“ werden – wie so oft – Menschen mit Behinderung bevormundet, sie nicht für voll genommen, ihre Stimme durch die eines nicht-behinderten Menschen ersetzt, der für sich in Anspruch nimmt, aus irgendwelchen Gründen besser zu wissen, wie sich ihr Leben gestaltet und anfühlt als die Betroffenen selbst.

Zitat Ende

Als Rollstuhlfahrer in Hamburg
Kommentare zum Thema Selbstversuch: Als Rollstuhlfahrer in Hamburg

 

Gemeinsam Erfahrungen sammeln

Genau dies stellt ein Problem dar. Man redet von etwas, nicht aber mit den Menschen die es täglich betrifft. Hier könnte jeder von jedem lernen, aber auch dieser Weg wird leider oft nicht gesehen. Meine tägliche Erfahrung zeigt mir, dass wir vom Thema Inklusion noch weit entfernt sind, so König weiter. Seine Versuche dies aufzuarbeiten, ist ein Teil seiner Arbeit im Ehrenamt.

Menschen mit Behinderungen bzw. Einschränkungen könnten an einigen Stellen ebenfalls mutiger sein. Faktisch auf Mitmenschen zu gehen, sie einbinden und einladen, genau diese Dinge in Gemeinschaft zu erleben. Gesundheit, sowie Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann.

Freundeskreis

Die Frage nach dem Freundeskreis kommt immer öfter auf – hast du viele Freunde. Als Antwort habe ich da je nach Gefühl und Lage mehrere Antworten. Gestattet man mir, mit einer Gegenfrage zu antworten, erhält als Gegenfrage. Wieviele Freunde er / sie / es mit Behinderungen in seinem Freundeskreis vorkommen würden. Bevor die Antwort kommt – gebe ich zu verstehen, laut Statistik würde die Zahl bei Zehn liegen. Also pro Zehn Freunde, ein Mensch mit einer Behinderung. Alles andere zum Thema bezeichne ich persönlich gerne als „Rollstuhlfahrer Bullshit Bingo“!