SELBST·VER·STÄND·LICH·KEIT

Heute bei Kurz und knapp – Selbstverständlichkeit ist ein Substantiv und bedeutet, dass sich etwas von selbst versteht, was als selbstverständlich angesehen, erwartet oder vorausgesetzt wird… 

Hallo miteinander! 🙋🏻‍♂️

Blog 18-568: Persönlich wurde mir von klein auf beigebracht, anderen gegenüber respektvoll, freundlich und hilfsbereit zu sein. So weit, so gut!

Doch manchmal nutzen Menschen zum Beispiel Großzügigkeit aus und verlangen mehr von dir, als fair oder normal wäre. Aber was wäre in solch einem Fall schon normal, wer legt dies fest, es bleiben bis an diese Stelle mehr Fragen, als es Antworten gibt. Es gab schon immer Personen die bitten wiederholt um Gefallen, ohne sich zu revanchieren oder mir gegenüber Dankbarkeit zu zeigen. Dankbarkeit in diesem Zusammenhang, stellt für mich ein gewisses Kalkül und Erwartungshaltung dar. Deshalb…so auch nicht mein Weg. Wenn solche Grenzen überschritten werden, kann es schwierig sein, angemessenes Geben und Nehmen durchzusetzen. Mehr noch, Grenzen werden überschritten. Selbstverständlichkeit ist wie Karies, es Frist sich langsam durch. Nach dem erkennen, bleibt nur der Selbstschutz und das ziehen längst fälliger Grenzen. Nur ist dies je nach Person in der Umsetzung alles andere als einfach. Wir reden ja vom richtigen Leben, nicht von einem Wunschkonzert.

  • Respektvoll
  • Freundlich
  • Hilfsbereit

Respektvoll, dies versteht sich von selbst. Freundlichkeit, hier habe ich je nach Tagesform noch Luft nach oben, also ausbaufähig. Hilfsbereitschaft, hier liegen klar meine Stärken. Ein Freund sagt zu mir; Lerne ohne schlechtes Gewissen … NEIN zu sagen.  Denn Zuverlässigkeit runden mich als Person ab, jeder der länger mit mir zusammengearbeitet hat, kennt dies. Eine bekannte von uns hat am Wochenende einen für mich sehr Sinnvollen und schönen Text zu einem ihrer Bilder gepostet:

Es ist nicht für alles Platz im Leben. 

Altes muss gehen, damit Neues entstehen kann.

Mein Lebensweg

An diesem Text ist doch etwas dran, ich mag diesen einfach. Machen wir weiter:  Angebote, die kann und habe ich längst gemacht. Somit ein klares Ziel vor Augen. Jeder auf meinem Lebensweg kann sich dem anschließen, mehr noch, es kann positiv genutzt werden. Erkennen sollte dies jeder für sich selbstständig, weit weg von Selbstverständlichkeit. Netzwerke sind wichtig, aber keine aktive Aufgabe meiner Person, dies spielt untergeordnet eine Rolle. Hier ist das Gespür, der Blick, Richtung Zukunft dritter gefragt. Wie jedem bekannt ist, meine Zeit und Kraft ist begrenzt.  Das Streben und verfolgen von Zielen auch mit MS bei mir überdurchschnittlich, aber offen und ehrlich. So wie ich eben bin. Selbstverständlich ist auch bei mir die (Rest) Gesundheit nicht, hier habe ich aktiv noch Nachholbedarf.

Weniger kryptisch zu sein

Das zum Lebensweg war wohl etwas kryptisch, also Vorsicht dies hatte ich in dieser Woche schon ähnlich. So lerne ich nach und nach, doch noch etwas zu Papier zu bringen, wenn auch mit Anlauf. Machen wir weiter, obwohl ich sehe gerade… der Kaffee geht aus. Dies sollte geändert werden. O.k. erledigt. Jetzt geht es weiter. Darf oder muss man mit 59 Jahren noch Ziele haben und diese klar äußern, so wie Wünsche an Weihnachten… nach meiner Auffassung – Ja. Keine Angst ich habe keine Probleme mit dem alt, oder gar älter werden. Ist es doch für uns alle ein Abenteuer. Meine Prüfung von Dingen, Gegebenheiten und Vorgängen ob diese FÜR MICH noch tragbar sind, ist längst abgeschlossen und ich habe unterschiedliche Ziele für mich als Person. Menschen, die in meinem Umfeld leben, finden nicht immer den Raum dies zu erkennen, gar zu leben. Oder setzte ich da zu viel voraus? Ja, die Frage habe ich mir wirklich gestellt, scheinbar ist es ein bewährtes Mittel für solche direkten Anfragen dies mit Aufgaben zurückzugeben. 

Selbst·ver·ständ·lich·keit
Selbst·ver·ständ·lich·keit

Was ist denn jetzt dein Ziel?

Dies wäre so einfach benannt, aber so schwer zu verstehen. In Sachen Behindertenpolitik möchte ich gerne weiterkommen. Dies wäre die weichgespülte Antwort. Ich entscheide für mich gerade „Entscheider“ zu fragen. Überprüfe dein Kommunikationsverhalten – dies ist mein Ergebnis was ich mir selbst auferlegt habe, denn sonst führt der Weg nicht an dein Ziel. Behindertenpolitik in unterschiedlichen Kommissionen zur Sacharbeit bei unterschiedlichen Themenfeldern mich und mein Wissen als Betroffener über die Kreisgrenzen einzubringen. Eigentlich könnte man diesen Blog jetzt noch fortsetzen, würde an der Zielsetzung nichts ändern. Kommen wir deshalb zum Abschluss meines Blogs zu den Themenfeldern, Selbstverständlichkeit, Netzwerk, Lebensweg, Zukunft mit 59 Jahren und dessen Zielen für ein mehr an wirklicher Teilhabe. So bleibe und werde ich wieder zu einem Sucher, und ich meine keinen spirituellen Weg, denn da wird ein Sucher völlig anders gesehen und beschrieben. Vornehmlich zwei Dinge: Erstens, dass das Leben, wie man es äußerlich kennt, sinnlos wäre. Zum anderen, dass das Leben, so wie wir es kennen, keine Erfüllung bringen würde. Davon bin ich Meilenweit entfernt, so „Suche“ ich weiter nach Menschen die ähnlich wie ich, die sich in der Sache einsetzen und etwas gestalten wollen. Zeit für Neue und Veränderte Wege in meinem Leben!

Auf sich zu achten ist mehr als „EINE“ Aufgabenstellung… gerade mit solch unterschiedlichen Erkrankungen wie bei meiner Person. Achtet auf Euch und Gesundheit…

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

Ein Gedanke zu „SELBST·VER·STÄND·LICH·KEIT

  1. Lieber Frank,
    du hast es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Selbstverständlich ist heute nichts mehr, ein Geben und Nehmen schon dreimal nicht-meistens eh einzeitig. Großzügig gegen anderen Menschen gegenüber zu sein habe ich für mich entschieden, doch manchmal wird das echt ausgenutzt. Schade eigentlich, erwarten wir zuviel? Nein, eigentlich nicht, ich gebe viel aber ein wenig zurückbekommen möchte ich auch und das ist vielleicht nur ein Kommentar, ein Feedback, mehr nicht. Meine Ziele kenne ich, sind erstmal abgeschlossen und doch immer wieder bereit einen Umweg zu machen. Selbstverständlichkeit ein großes Wort, das bei vielen Menschen nicht mehr ankommt. Aber man muss nicht immer mit der Masse schwimmen 😉
    Herzlichst Caro

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