Schwerbehinderten- oder Teilhabeausweis?

Schwerbehinderten- oder Teilhabeausweis? – Aktuell löst ein Antrag der FDP-Fraktion aus dem Bundestag eine breite Diskussion im Internet aus. Nicht jeder findet die Umbenennung richtig, es müssen tatsächliche Barrieren abgebaut werden, so die oft getroffene Aussage und keine Änderung an der Bezeichnung geben.

Deutscher Bundestag 19. Wahlperiode zur Drucksache 19/1836

Zeichen setzen für Menschen mit Behinderungen durch Änderung des Schwerbehindertenausweises in Teilhabeausweis so der FDP-Antrag. www.fdp.de

Schwerbehinderten- oder Teilhabeausweis?

Der Bundestag wolle beschließen:

I. Der Deutsche Bundestag stellt fest: In mittlerweile vier Bundesländern haben Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, eine Ausweishülle zu beantragen, die den Schwerbehindertenausweis verdeckt und stattdessen von außen sichtbar den Namen „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ zeigt. Diese Möglichkeit besteht in Niedersachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Hamburg. Zusätzlich haben die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen die Wahl zwischen einer Ausweishülle entweder mit dem Aufdruck „Schwer-In-Ordnung-Ausweis“ oder „Teilhabeausweis.“ Eine neue Ausweishülle ist ein erster Schritt, dem Selbstverständnis vieler Menschen mit Behinderungen entgegen zu kommen und ist zudem auf Ebene der Länder die einzige Option. Der Deutsche Bundestag begrüßt diese Initiativen und symbolischen Verbesserungen, sieht aber weiteren Handlungsbedarf in der Zuständigkeit des Bundes.

II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Schwerbehindertenausweisverordnung insoweit abzuändern, dass der bisherige Schwerbehindertenausweis zukünftig Teilhabeausweis heißt. Dabei ist sicherzustellen, dass der Ausweis weiterhin die inhaltlichen Anforderungen des § 152 SGB IX für die Inanspruchnahme von Leistungen und sonstigen Hilfen, die schwerbehinderten Menschen gesetzlich zustehen, erfüllt.

Soweit die Ausführungen in der Vorabfassung vom 24.04.2018

Die FDP-Fraktion möchte den Schwerbehindertenausweis in Teilhabeausweis umbenennen. Über einen entsprechenden Antrag (19/1836) hat der Bundestag am Donnerstag, 26. April 2018, in erster Lesung beraten und ihn im Anschluss zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Arbeit und Soziales überwiesen. Die anderen Fraktionen begrüßten den Vorstoß der Liberalen, warnten jedoch, dass das Problem der mangelnden gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen mit einer solchen Umbenennung nicht gelöst werde.

Quelle: www.bundestag.de

Schwerbehinderten- oder Teilhabeausweis?

Teilhabe sollte selbstverständlich werden…

Ja, Teilhabe sollte selbstverständlich werden, so selbstverständlich wie im Jahr 2018 das Smartphone. Es trifft den Nervt der Zeit, so besteht die Change das sich in den Köpfen etwas ändert. Oft wird das Wording, also die Sprachregelung in der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Menschen mit Behinderung angesprochen. Oft sind es die kleinen Dinge, bei Äußerungen und Pressemitteilungen die eine Sprachregelung in der Öffentlichkeitsarbeit regelt. Es geht am ende des Tages um Menschen die trotz Einschränkungen am „normalen“ Leben teilhaben können. Und genau hier könnte eine Änderung zum Schwerbehindertenausweis in Teilhabeausweis aus dem FDP-Antrag helfen bzw. unterstützen.

Kontrovers geführte Diskussion im Internet

Was bei aller Kontrovers geführter Diskussion nicht in Vergessenheit geraten darf, ist das durch eine Umbenennung das Neunte Sozialgesetzbuch (SGB IX) als Rechtsgrundlage von „Ausweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch gesprochen wird. Ein für und wieder muss genau geprüft werden, und zwar so das keine Nachteile daraus für Menschen mit Behinderung entstehen können. Es gilt Menschen eine Perspektive für ein erfülltes Leben zu bieten. Teilhabe für alle!

Ihr / Euer

Frank F. König

 

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

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