Rauchen bei MS

Hallo zusammen, in diesem Blog möchte ich Euch meine persönliche Geschichte zum Thema „Rauchen bei MS“ erzählen. Wohlbemerkt meine Geschichte, somit meine Zeit als Raucher….

Rauchen bei MS

Rauchen ist bei MS (Multiple Sklerose) besonders tückisch – Raucherentwöhnung nicht immer einfach, denn die eigenen Ausreden sind im Rückblick vielfältig. Dies kennen, wenn Sie ehrlich sind, alle Raucher.

Persönlich habe ich in Absprache mit meinem damaligen Arzt ein Medikament angewendet. Zur Info: Champix ist ein Medikament zur Behandlung von Nikotinabhängigkeit, soweit die Grundausrichtung. Der Wirkstoff Vareniclin ist nikotinfrei und hilft effektiv (bei mir) mit dem Rauchen aufzuhören, meine Erfahrungen waren sehr positiv. Dabei vermindert Champix das Verlangen nach Zigaretten und macht gleichzeitig die Entzugserscheinungen aushaltbar. Gerade was das Thema Spastik bei mir angeht. Nebenwirkungen habe ich bewusst nicht wirklich Wahrnehmen oder gar spüren können. Während der Behandlung mit Champix sollte ich weiter rauchen. Was mir als damaligem extrem Raucher dadurch viel leichter gefallen ist. Nicht zur Zigarette zu greifen, sondern dauerhaft rauchfrei zu bleiben, dies war mein Ziel.⛰

Aber der Reihe nach: All dies ist die Vorgeschichte zum heutigen Blog 18-552. Rauchen war in unserer Familie lange ausgeprägt, Eltern (Vater) sowie Geschwister (Schwester) waren Raucher. 1973 war das Jahr in dem ich zum täglichen Raucher wurde, soweit meine Erinnerung. Extrem lange war die Zeit in meinem Leben, bis sich dieser Zustand geändert hat. Ab dem 13. Juli 2007, bin ich Rauchfrei. Ein Posting auf Instagram, zum Thema Rauchen und MS, brachte die Erkenntnis einen Blog zu schreiben. Faktisch wurde ich aufgefordert: Zeige anderen deinen Weg… weg von der Kippe. 🚬

Ein langer Weg sowie Prozess in mir brachte mich auf den Weg aufzuhören

Der Gedanke kam mir oft in den Sinn, Mensch hör doch endlich auf zu Rauchen. Die Palette meiner eignen Ausreden war (noch) GROSS. Dies kennen alle Raucher, deshalb muss ich dies hier nicht weiterausführen. Den Tag an dem ich das Rauchen vergessen habe, kann ich nicht vergessen. Am 13. Juli hat unser 3. Sohn Julian Geburtstag – noch heute ärgere ich mich über mich selbst. Warum… habe ich solange dafür gebraucht, alle möglichen Ausreden gesucht usw. Wirklich genervt hat mich die Zeit, bei denen Raucher faktisch vor die Tür gesetzt wurden. Das war ein Signal, im Rollstuhl draußen vor der Tür, all dies im Winter in der Kälte…

Nein Danke! ♿️

Mein Augenarzt hat es bemerkt

Lange konnte und habe ich meinem damaligen Augenarzt etwas vorgeschwindelt. Er sagte immer, Herr König sie müssen doch etwas in ihrem Leben verändert haben. Wie sonst soll ich mir das alles hier erklären. Den Triumpf wollte ich ihm (noch) nicht geben. So hatte ich ja selbst bemerkt wie Jahr um Jahr eine Veränderung in meinem Körper eingetreten ist. Hier alle Dinge zu beschreiben die sich verändert, gebessert oder auch temporär geändert hatten, erspare ich uns allen. Denn es wird bei jedem Menschen anders sein, einen Fehler habe ich bei allem dann doch gemacht. Nicht von Beginn an auf mein Gewicht zu achten, aufgrund meiner verminderten Bewegung, ein Fehler. Verstehen kann ich bis heute nicht… warum habe ich dafür solange gebraucht? 🤨

Meine Mutter hätte dies gerne noch erlebt

Auch mein Vater hatte noch einige Jahre Rauchfrei, so sind aus meiner Familie nur noch meine Schwester (also die Frau, die bei uns Groß wurde) sowie unsere beiden Söhne Raucher, der Rest hat nie geraucht oder raucht noch. 

Schaut Euch mal dieses Foto von mir an 📸

Rauchen bei MS
Das Bild zeigt Frank F. König im Jahr 2007 noch als Raucher.
Die Kippen liegen vor mir auf dem Tisch.

Hier die Geschichte dazu: Frank im Jahre 2007, genau im Januar 2007 im Urlaub. Sommer, Somme, Meer im Winter. Eine Erfahrung, die ich Rückblickend so nicht gebraucht hätte, aber dies ist ein anderes Thema. Fünfundachtzig Kilogramm bei Einemmeterneunzig, ich sehe echt krank auf diesem Bild aus. Meine Frau mag es nicht gern anschauen. Aktuelle bin ich immer noch Einemmeterneunzig nur bei 115 Kilogramm, ein mehr als deutlicher Unterschied und der Grund, dass die Menschen sagen, du schaust aber gesund- und munter aus.

Meine Frau ist glücklich, er raucht nicht mehr…

Für Sie persönlich ein Segen, selbst vor dreißig Jahren mal am Abend geraucht, kann Sie es einfach nicht mehr vertragen. Einen Aschenbecker küsst man nicht gerne, Hart aber ehrlich sind ihre Worte zum Thema Rauchen.

Kommen wir zum Ende meines Blogs zum Thema „Rauchen bei MS“ ja ich würde diesen Weg sofort wieder gehen. Der veränderte Geschmack beim Essen ist es mehr als Wert, abgesehen vom Rest des Körpers mit und ohne MS. So pflege ich meine Rest- Gesundheit in Form meiner komplizierten Gesundheit, Euer Frank F. König der #NichtMehrRaucher

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

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