Politik

Q + A zur Wahl – Landratskandidaten Jörg Sauer

Der Wahl-Herbst 2018

Q + A zur Wahl – Landratskandidaten Jörg Sauer – Es geht weiter im Projekt: „Hessen wählen am 28. Oktober 2018“ ein Kandidat nach dem anderen sendet uns seine Antworten auf unsere Fragen. Q + A zur Wahl im Herbst 2018…

Hessen wählen am 28. Oktober 2018

Der Landratskandidat Jörg Sauer hat uns leider kein Bild übermittelt – dies ist der Grund, das dieser Blog kein Foto des Kandidaten trägt.

Jörg Sauer soll Landrat werden – So konnte man es nachlesen. Sauers umfassende Fachkenntnisse in allen wesentlichen Bereichen der Verwaltung, sein vielfältiges soziales, kulturelles und gesellschaftliches Engagement und die Erfahrungen, die er in fast zehnjähriger Tätigkeit in der Privatwirtschaft sammeln konnte – das wäre eine mehr als gute Kombination, so Eckert aus der SPD. Da wir uns gerne für unsere Leser ein eigenes Bild machen, haben wir dem Landratskandidaten Herrn Jörg Sauer unser Q + A zur Wahl gesendet.

Q + A zur Wahl – Landratskandidaten Jörg Sauer

Im Laufe des Wahlkampfs wird man lesen, erleben, wie ein Kandidat Sauer aufgestellt ist. Wer Landrat werden möchte hat eine Idee, ein Programm, eine Vision für den Landkreis Limburg-Weilburg. Persönlich konnte ich Herrn Sauer beim Jahrmarkt der Sinne in Limburg kennenlernen. In einem angenehmen Gespräch sicherte er zu, unsere, meine Fragen für die Leser im Blog von koenig-limburg.de zu beantworten. Genau diese Fragen folgen jetzt im Anschluss!

Alle Landratskandidaten, die ich auf diese Art und Weise befragen konnte, haben die erste gemeinsame Frage erhalten. Bei ihnen Herr Sauer ist dies der Start in unsere kleine Fragerunde…

Herr Sauer – Wie sehen sie persönlich die Gestaltungsfelder in der Digitalisierung bei Bildung, Mobilität, Verkehr, Verwaltung sowie Gesundheit und Pflege?

Die Gestaltungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet sind enorm, auch für unseren Landkreis. Gerade in der Bildung ist dies unabdingbar, der Landkreis unternimmt dabei Schritte in die richtige Richtung. Wenn die „Hardware“ in Form von Anbindung und Ausstattung erfolgt ist, muss dies mit Leben erfüllt werden, z.B. durch den Einsatz von IT Koordinatoren für unsere Bildungseinrichtungen. Das wir in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen wie Mobilität, Verkehr und Verwaltung auf diese Chancen und Möglichkeiten bauen, ist klar. Eines ist mir aber insbesondere im Hinblick auf Gesundheit und Pflege wichtig: Kein PC dieser Welt, kein noch so tolles Glasfaserkabel kann menschliche Wärme, Empathie oder ein Lächeln für einen Mitmenschen in schwieriger Lebenssituation ersetzen. Deswegen: Nutzen wir die Möglichkeiten, die sich ergeben, aber sehen wir stets den Menschen im Mittelpunkt.

Herr Sauer – Der Landkreis Limburg-Weilburg wird sich in den kommenden Jahren sehr unterschiedlich entwickeln. Zeichnen sie doch für unseren Leser ein Bild, wie sich der Landkreis Limburg-Weilburg entwickelt. Faktisch ein Blick in die Zukunft mit dem Landrat Jörg Sauer.

Die Beantwortung dieser Frage könnte ein Abend füllendes Programm gestalten, deswegen ein paar Schlaglichter: Durch die zentrale Lage unseres Kreises, seine Vielseitigkeit sowohl landschaftlich als auch gesellschaftlich und viele engagierte Menschen können wir einiges erreichen – wenn wir die Weichen richtig stellen. So möchte ich bspw. in einer konzertierten Aktion – näheres Lesen Sie in meinem Konzept – dauerhaft, also für mehr als 15 Jahre Wohnraum im gesamten Kreis bezahlbar machen und bezahlbar halten, damit Menschen, ob alt oder jung, ihren Lebensmittelpunkt hier bewahren können. Ich möchte die Verkehrsströme so gestalten, das Arbeiten auch außerhalb des Kreises problemfrei möglich ist, dass das Weiltal mittelfristig eine sehr gute Anbindung an das Rhein-Main Gebiet erhält, das die Angebote für Menschen, die nicht mit dem eigenen Auto unterwegs sein können oder wollen, umfassend erhoben und angepasst werden. Ich möchte gegen die Zunahme der Einsamkeit insbesondere bei der älteren Generation mit wirksamen Konzepten entgegen wirken, die Hausarztpraxen neben den medizinischen Zentren auch auf dem Land erhalten und das Angebot unserer Krankenhäuser bewahren und stärken. Besonders wichtig ist mir zudem, bei allen Entscheidungen daran zu denken, wie sich diese auf die jüngeren oder kommenden Generationen auswirken. Wir müssen ihnen eine lebenswerte Welt und Umwelt mit Stabilität und Frieden bewahren, und diese Arbeit fängt in den Städten und Gemeinden und dem Kreis an.

Herr Sauer – Die Jugend ist unser aller Zukunft, was können sie heute im Jahre 2018 den jungen Menschen mit auf den Weg geben. Abseits von Studium, Ausbildung und Co.?

Nutzt die Chancen, die es heute gibt, engagiert euch, sei es in Vereinen oder Verbänden, im Naturschutz oder auch in der Politik. Gerade in der Politik brauchen wir Partei übergreifend junge Menschen, die sich in den verschiedenen Bereichen einsetzen, denn dort werden die wesentlichen Entscheidungen getroffen. Und tretet „uns Älteren“ – bildlich gesprochen – durchaus kräftig auf die Füße wenn ihr spürt, da läuft was schief. Und vergesst eines nie: Eure Mitmenschen.

Herr Sauer – Bildung von Kindesbeinen an – Beitragsfreie Kita, hilft das den Eltern? Oder fehlt es an Betreuung, gerade mit Blick auf Qualität und Frühkindliche Bildung. Bei einer Grundversorgung (6 Stunden) kann kein Elternteil in Vollzeit arbeiten. Was ist ihre Aussage an diese Eltern?

Dass diese Betreuung über die Grundversorgung hinaus heutzutage unabdingbar ist, dürfte unbestritten sein. An die Adresse der Eltern gerichtet: Ich bin sicher, gleich wie die jeweiligen Regierungen sich künftig zusammen setzen – je nach politischer Ausrichtung wird früher oder eben später das Betreuungsangebot umfassend und kostenfrei sein, hören Sie da bei den Wahlen genau hin. Und natürlich hilft dies den Eltern. Denn neben der zeitlichen Entlastung ist gerade vor dem Hintergrund der exorbitant und unangemessen steigenden Kosten für Wohnen dies eine spürbare, finanzielle Erleichterung. Nicht umsonst verzeichnet meine Heimatgemeinde Löhnberg den größten Zuzug von jungen Familien im Kreis, auch eine Folge der kostenfreien Kita Angebote.

Herr Sauer – Barrierefreies Wohnen, ein Thema das so kaum vorkommt. Wie sehen sie die Entwicklung beim Thema Wohnen, Abseits von sozialem Wohnungsbau, bei einer Gesellschaft die zum Glück immer älter wird?

Leider kommt es so kaum vor. Ich war und bin ebenfalls in Sozialverbänden und Vereinen engagiert und kenne das Problem, möchte es um „barrierefreies Leben“ erweitern. Im Grundsatz bedeutet dies: Bei Entscheidungen im Bereich Infrastruktur, also sowohl Wohnen als auch Punkte wie Personennahverkehr oder Städte- und Wegebau als Beispiel, müssen wir grundsätzlich den Faktor „Menschen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit“ berücksichtigen. Da wir, wie Sie zu Recht sagen zum Glück, immer älter werden, wird sich dies zunehmend in den Köpfen derjenigen, die an diesen Themen arbeiten, festsetzen, da bin ich sicher. Und dazu tragen engagierte Menschen wie Sie, Herr König, die immer wieder diese Themen aufgreifen und dafür einstehen, erheblich bei. Also: Weiter so!

Hiermit möchten wir uns im Namen aller Leser und Gästen von koenig-limburg.de bedanken und haben uns gefreut das sie uns auf die Fragen geantwortet haben.

Frank F. König