KURZ UND KNAPP

Projekt – Inklusion Kirche

Projekt - Inklusion Kirche

Projekt – Inklusion Kirche: Nach mehr als 3 (drei!) Jahren geht am 31.03.2018 das Projekt Modellregion „Inklusion Kirche“ im Landkreis Limburg-Weilburg zu Ende. Am Freitag, dem 23. Februar 2018 fand der Abschluss Gottesdienst im Limburger Dom statt. Im Anschluss war ein treffen aller im Bischofshaus auf dem Domberg geplant. Zahlreich waren die Menschen der Einladung gefolgt – Sinnbildlich machte man sich zum Abschluss auf die Socken.

In den Wochen Schnipseln konnte man alldem nicht gerecht werden, ein kleiner Auszug war möglich, mehr nicht. Genau deshalb haben wir aus aufgemacht einen extra Blog für den Leser aufzuarbeiten.

Projekt - Inklusion Kirche
Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Projekt endet am 31.03.2018 – Und dann?

Start wir den angekündigten Blog zum Projekt Modell Region „Inklusion Kirche“ letztmalig war ich als einer der vielen Netzwerkpartner aktiv. Eines vorweg, es war eine aktive Zeit für uns, die man sich an vielen Stellen so hätte nicht vorstellen können. Vieles ist passiert, aber genau soviel liegt noch vor uns. Menschen haben sich auf unterschiedliche Art und Weise eingebracht – was mich Zeitweise sehr überrascht hat, wie umfangreich und schön zugleich dies geschehen ist, kann man kaum niederschreiben. Vieles bleibt offen, stand heute, kann man nicht bezeichnen, wie es weitergeht – gerade bei den Netzwerkpartnern. Wir werden dies weiterverfolgen, denn das Thema darf nicht zur Ruhe kommen!

Licht und Schatten

Das Engagement im Ehrenamt war enorm, vor allem Frau Sabine Jost-Schmitt muss man für all dies Danken. Was diese Frau für ein Power in der Sache gezeigt hat, beeindruckt nicht nur mich persönlich. Aber bei allem Licht gibt es auch Momente des Schattens. Das Berichten über den sogenannten Schatten ist nicht beliebt, aber wichtig denn sonst können wir diese Schatten nicht erhellen.💡

Projekt - Inklusion Kirche
Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Im Abschluss Gottesdienst gab es einen Text: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ dies wurde gelebt und getragen von „ALLEN“ Mitwirkenden und Gästen, mehr als ein Licht im Schatten. Es berührte viele Menschen, so auch mich persönlich. Das Vorgetragene berührte viele. Ich möchte eigentlich keine Aufzählung im klassischen Sinn betreiben, Nein das nicht. Aber einige die beteiligt waren, vor allem beim Lied „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ inklusive des Gebärdenchores „Zwiebelfische“ und dem Gehörlosenseelsorger Pfarrer Christian Enke aus dem Bistum Limburg, waren mein persönliches Highlight. Alle Verantwortlichen, kann und möchte ich nicht namentlich mit ihrem Verantwortungsbereich einzelnen benennen, denn ich würde sicherlich einen vergessen. So bleibt dies ihnen und mir erspart. Um den Umfang aufzuzeigen haben ich folgendes zusammengestellt: Predigt, Leitung, Lektorin, Lektor, Musik, Gestik, Gebärden, Einzug aller Projektpartner sowie alles was ich nicht aufgezählt habe.

Projekt - Inklusion Kirche
Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Wer sich alles im Projekt befand, sowie aktiv gehandelt hat in diesen 3 (drei!) Jahren erkennen sie nachfolgend:

Modellregion Inklusion

  • Landkreis Limburg-Weilburg
  • Katholischer Bezirk Limburg
  • Evangelisches Dekanate Runkel und Weilburg

Empfang im Bischofshaus

Alle waren zusammengekommen. Nach dem offiziellen Teil und aller Ansprachen, sowie der Übergabe der meist finanziellen Mitbringsel war das Buffet eröffnet. Die Luft war etwas trocken, so war ich froh ein Schluck Flüssigkeit zu bekommen. Denn so konnte ich meine Medikamente einnehmen, denn um 17:00 Uhr vergesse ich doch schon einmal. Soweit so gut, die Gespräche konnten beginnen, jeder machte sich auf einen Gesprächspartner aufzusuchen so kam ich ebenfalls in diesen Genuss. Ich möchte das nicht groß ankündigen, ein Beispiel wird es für den Leser beschreiben – als Vorbemerkung sei gestattet. Wir waren auf einer Inklusion Veranstaltung, also Menschen, die dies Thema nicht unbedingt zum ersten Mal gehört hatten.

Gesprächspartner der besonderen Art

Von 8 (acht!) Gesprächspartnern hatte eine es geschafft sich auf Augenhöhe zu unterhalten, sehr angenehm möchte ich vorwegschicken. Die anderen 7 (sieben!) blieben stur vor meinem Rollstuhl stehen. Einer aber war echt besonderes, bei den vielen Menschen ist die Verständigung nicht so gut. In vielen Gesprächen versteht man die Menschen nicht. Ja war, meine Antwort ich verstehe sie auch nicht. Antwort: Ja sage ich doch. Die Musik, die Teilweise zur Untermalung spielte, wäre schuld daran. Dies Thema und diese Abläufe gäbe es zuhauf, würden aber in diesem Blog zu weit führen. Wirklich spannend sind Damen die sich extrem nach vorne beugen – aber lassen wir das, denn meine Augen wissen selten wohin jetzt. Und ja, das Lächeln sehe ich – wenn ihr das lest.

Traurig empfand ich…

… es als Rollstuhlfahrer beim Einfahren in den Dom, wie das verlassen. Die Programmheft war nur am Eingang für Fußgänger ausgelegt, der Programmpunkt der Verabschiedung wurde ebenfalls nur am Haupteingang umgesetzt. Das Foto ist ein schöner Beleg dazu, wo Inklusion nicht angekommen ist. Was soll das den Menschen sagen, welche Botschaft will man uns mit auf den Weg geben?

Projekt - Inklusion Kirche
Du stellst meine Füße auf weiten Raum???
Projekt - Inklusion Kirche
Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Ich wünsche allen beteiligten offen und ehrlich das Thema nach der Motto Vorgabe, machen wir uns auf die Socken aktiv bleibt. Sinnbildlich einem Thema das Inhaltlich nicht am 31. März zu Ende gehen darf. Mir bleibt so nicht nur das „feierma(h)l Rolli – Erlebnisparcour“ in schöner Erinnerung.

Projekt - Inklusion Kirche
Inklusion – Machen wir uns auf die Socken

An dieser Stelle möchte ich noch ein Beispiel anfügen:

Ein trauriger Anlass, eine Beerdigung stand im Terminkalender. Man traf sich nach der Beisetzung, schon wieder sind es 4 (vier!) Jahre her, ja es kommt immer öfter vor das einer von uns gehen muss. Wir sollten uns unbedingt treffen, Zeit miteinander verbringen. Ja, das ist eine gute Idee, lass es uns angehen. Nach 5 (fünf!) Jahren traf man sich, wo? Wieder nach einer Beisetzung, schon wieder sind Jahre vergangen, wir sollten uns unbedingt treffen, auf ein Café in aller Ruhe. Ein weiteres Jahr später starb sein Freund – ohne das sie sich nochmals gesehen hätten. In diesem Sinne…

Ihr / Euer

Frank F. König

Mein Vorname ist Frank F. König und ich blogge seit einigen Jahren unermüdlich hier auf meinem Blog. Dieser Blog ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Somit wünsche ich viel Spaß beim Stöbern in den einzelnen Blog Artikeln. Aus meiner Sicht ist; ein Kompromiss ist ein guter Schirm, aber ein schlechtes Dach!