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NUR ÄRGERN HILFT NICHT

NUR ÄRGERN HILFT NICHT

Blog 19-598: BARRIEREFREIHEIT: NUR ÄRGERN HILFT NICHT – Dieser Blog entstand aus einer Diskussion heraus, fast wäre dies wichtige Thema im Alltag untergegangen. Mehr im Blog…

BARRIEREFREIHEIT: NUR ÄRGERN HILFT NICHT 

Da war das Vergessen und der Verlege- Teufel fast erfolgreich. So wäre mir doch glatt dieses wichtige Thema in Vergessenheit geraten. Unglaublich!

Angeregt durch einen Tweet bei Twitter greife ich heute ein Thema im Blog auf, dass es deutlich macht, wie schwerwiegend ein Leben als rollstuhlfahrender sein kann. Eines vorab, es geht um die ärztliche Versorgung in Deutschland. Also in einem Land wo im Normalfall die Gesundheitsversorgung einen hohen Standard aufweist – so denken an dieser Stelle viele Menschen. Weitgefehlt, wenn wir uns das nachfolgende Zitat aus Twitter anschauen.

Drei von meinen rollstuhlfahrenden Freundinnen haben noch nie oder seit über 12 Jahren keine gynäkologische Untersuchung gehabt. Gründe: keine barrierefreien Praxen, Scham.

Zitat von Laura Gehlhaar
Blog 19-598: BARRIEREFREIHEIT: NUR ÄRGERN HILFT NICHT

Schnell entstand eine Diskussion zum Thema. Deine Christine, ein befreundeter Blog zur Multiplen Sklerose meinte… normal / selbstverständlich müsse die Zugänglichkeit sein. Sie würde sich häufig ärgern. Worauf ich antwortete; Ärgern ändert nichts. Die direkte Gegenfrage war geboren und ich um ein Thema für meinen Blog weiter. Dies ist der Grund für diesen Blog, da ich ausführte nur ärgern wäre völlig sinnlos. Denn durch ärgern ändere sich nichts!

NUR ÄRGERN HILFT NICHT
Klick auf den Screen – Twitter Tweet ♿️

Eine neue Perspektive – raus aus dem Gedankenkarussell 

Beauftragte fordern bundesweit die generelle Pflicht zur Barrierefreiheit, nur was bringen solche Forderungen? Im Alltag stoßen Menschen mit Behinderungen immer noch auf viele Barrieren, hieß es. Dazu gehörten Stufen zu Arztpraxen, Restaurants und Co. fordern können wir vieles, ebenso wie ärgern. Nur bleiben die Gegebenheiten ohne aktive Veränderung. Nur wenn sich Menschen regional einmischen kommt es im Laufe der Zeit zu wirklichen Veränderungen. Es braucht Menschen, die sich mit anderen auf den Weg machen einen Alltag zu gestalten in dem alle Menschen zum Zug kommen. Hier ist der Perspektivwechsel oft hilfreich – Wege gemeinsam gehen und eben gestalten. Die Arbeit ist hart und langwierig, dies weis ich aus Erfahrung. Aber aufgeben ist für mich keine Option, im Gegenteil ich fordere andere auf sich aktiv einzumischen, sich beteiligen – gerade in seiner Region. Hier ist für mich der Einsatz gleichfalls die Lösung. Nur wer vor Ort pressend ist, sich zeigt, aktiv in seiner Region, seinen die Schritte noch so kleine, wird auf lange Sicht erfolgreich sein. Ein Investment in die Zukunft, persönlich werde ich eher weniger profitieren – es liegt also an uns allen – wir die Zukunft ausschauen wird.

Aktive Prozesse beim Thema Stadtentwicklung

Mehr noch Ärzte haben diese Thematik oft nicht auf dem Schirm, es geht im Alltag einer Praxis unter. Schlimmer noch bei einer Neuausrichtung nicht mal auf der eigenen ToDo-Liste. Was daran so schwer und teuer sein muss, wenn eine Praxis Neu eröffnet wird würde ich einmal erklärt bekommen. Ich vertrete die Meinung man kann über alles reden und damit Lösungen finden. Regional ist die ärztliche Versorgung mit zugänglichen (stufenlos) Praxen in Limburg dünn. Sehr dünn, hier besteht keine freie Arztwahl, die gerne angepriesen wird, im Gegenteil.

Ihr / Euer
Frank F. König

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

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