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Nachbericht: Rheingauer Weintage in Limburg

Nachbericht: Rheingauer Weintage in Limburg

Nachbericht: Rheingauer Weintage in Limburg – Die 31. Rheingauer Weintage in Limburg standen nicht für jeden unter einem guten Zeichen. Im Jahre 2018 kann nicht jeder Besucher das Verzehrte wieder wegbringen. WC-Anlagen gibt es auf dem Limburger Neumarkt gleich zwei, sowie am Rathaus eine weitere. Nur eben nicht für Menschen mit Einschränkungen oder Senioren…

Gleich zwei WC-Anlagen auf dem Neumarkt

Eine oben, die andere unten Richtung Kornmarkt (Altstadt) Menschen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder Senioren müssen an den ZOB bzw. Regional Bahnhof – nur liegt der für diesen Personenkreis weit vom geschehen entfernt. Was beim Christkindlmarkt im Jahr 2017 noch ohne Probleme möglich war, gilt nicht für die Rheingauer Weintage 2018. Auf Nachfrage, teilte man uns mit: diese WC-Anlage könne nur vier Wochenweise angemietet werden – deshalb überlege man eine eigene WC-Anlage zu bauen bzw. anzuschaffen die barrierefrei wäre. Aktuell müsse man mit dem Leben wie es ist!

Nachbericht: Rheingauer Weintage in Limburg

Leichter gesagt als getan – Schmerzen und Stress waren die Folgen…

Wir empfehlen keinen Selbsttest über Stunden, da dieser schon für gesunde Menschen gefährlich sein kann. Der Innenbereich auf dem Neumarkt ist mit einem Rollstuhl mehr ein Gefahrenquelle als Freizeit und Erholung mit Freunden. So haben wir uns nur im Außenbereich aufgehalten da der Rest Sinnlos ist – egal an welchen Tagen. Biertischgarnituren inklusive der Bänke  haben für Rollstuhlfahrer den Nachteil, diese können nur am Ende des Tisches Platz finden. Nur steht man dann anderen in den Laufwegen und dies bekommt man durch dritte deutlich zu spüren. Viele Weinsorten und anderes was Menschen mit sich führen lernt man ungewollt kennen. Texte, müssen sie hier stehen – sind noch die harmlosen Ausdrücke, die man über solch einen Abend verteilt hören darf.

Aggressives verhalten bei diesen Temperaturen 

Am Anfang zur Eröffnung der 31. Rheingauer Weintage um 16:00 Uhr war vieles noch schön. Später am Abend änderte sich das Verhalten der Besucher schlagartig – dies können wir aus Erfahrungen der Vorjahre bestätigen. Leider, denn auch wir verhalten uns freundlich, helfen wenn es möglich ist und nehmen Rücksicht auf andere Besucher. Schön wäre, wenn dies eine breite Maße auch so sehen könnte. Welche Folgen dies haben kann erkennt man nachfolgend. Verabredet zu einer Sonderveranstaltung konnten wir diese nicht wirklich besuchen und haben uns nach einer gewissen Zeit nach Hause begeben. Wer einen Tisch am Stand gebucht hat darf kein Rollstuhlfahrer einladen. Dafür kann so keiner etwas – denn laut Veranstalter fehlt einfach der Raum – auch auf dem Neumarkt. Wie sonst soll man soviel Anbieter unterbringen. Hier ist Teilhabe nicht mal im Ansatz machbar. Alle Auflagen wären erfüllt und das Fest können ohne Probleme stattfinden – nur aus welcher Perspektive man dies dann betrachtet, kann man zu anderen Blickwinkel und Aussagen kommen Es bleibt zu hoffen das nichts passiert, es keine Panik unter den Menschen gibt – denn dann lesen wir im Nachgang von völlig anderen Dingen in der Presse.

Freitag und Samstag gab es einige Menschen mit Hilfsmitteln

Viele Menschen wurden durch das Wetter in den Abendstunden faktisch angezogen – so waren am Freitag wie auch am Samstag einige Menschen als Besucher auszumachen die auf Hilfsmittel angewiesen waren. Gerade am Samstag gab es einige Senioren und Menschen mit Rollstuhl und Rollator. Auch diese Menschen würden gerne einen WC aufsuchen – nur wenn keine Vorgehalten werden wird das für diesen Personenkreis nichts!

Eine wichtige Fragestellung bleibt mir unbeantwortet…

Warum nutzen man Städtische Gremien wie einen Behindertenbeirat nicht? Dann kommen auch keine Diskussion um das Leitsystem für Sehbehinderte Menschen auf. Dies ist für mich völlig unverständlich denn gemeinsam kann man vieles bewegen, alles ohne Stress und Sprüche im Nachgang…

Ihr / Euer

Frank F. König

Mein Vorname ist Frank F. König und ich blogge seit einigen Jahren unermüdlich hier auf meinem Blog. Dieser Blog ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Somit wünsche ich viel Spaß beim Stöbern in den einzelnen Blog Artikeln. Aus meiner Sicht ist; ein Kompromiss ist ein guter Schirm, aber ein schlechtes Dach!