Mal wieder entspannt unter den Tisch fahren
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Mal wieder entspannt unter den Tisch fahren

ffk: Mal wieder entspannt unter den Tisch fahren, kann ich dann doch eher selten. Aber dann gibt es diese Momente dann doch noch und ich bin – Glücklich und zufrieden. Etwas auf einem Tisch zu notieren, entspannt etwas zu essen. Ich sage euch, ein unbeschreibliches Gefühl für mich, leider nur zu selten. Dies und mehr in meinem heutigen Blogbeitrag also auf geht’s.

Mal wieder entspannt unter den Tisch fahren

Wer macht sich als nicht Rollstuhlfahrer schon Gedanken? Kaum einer, wie auch oftmals kennt man diese Situation oder Problem nicht mal. Genau hier soll mein Blogbeitrag ansetzen, solche Gegebenheiten aufzuzeigen. Ob zum Essen, arbeiten am Schreibtisch oder in Sitzungsrunden und Ausschüssen, mehr als selten komme ich ohne Probleme mit meinem Rollstuhl und Beinen unter einen dieser Tische.

Arbeiten ohne Stress
Arbeiten ohne Stress

Politische Arbeit wird stark beeinträchtigt

In der 18. Wahlperiode war dies geklärt, ich hatte einen Tisch der wenige Zentimeter höher war als der Rest. Alles lief im Alten Rathaus im Sitzungssaal ohne Probleme. Sowie man diesen Ort verlassen musste, was aus unterschiedlichen Gründen so passierte, beginnt für mich eine unangenehme Zeit. Sowie ich unter einem dieser Tisch Spastik bekomme habe ich faktisch verloren. (Spastiken können mir sogar Angst einflössen) unnötige Schmerzen und ein Verfangen von allem, was im Weg sein kann, wäre die Folge. Dies passiert sogar am heimischen Schreibtisch, deshalb habe ich das Projekt – „Höhenverstellbarer Schreibtisch?“ angegangen – was so leider immer noch läuft.

Tisch mit mehr Beinfreiheit

Im Blog Beitrag „Projekt – Höhenverstellbarer Schreibtisch?“ geht es um eine längst überfällige Erleichterung für meinen Alltag. Lange habe ich überlegt, gehe ich diese so wichtige Projekt für mich an?

19. Wahlperiode erhebliche Unterschiede

In der 18. Wahlperiode stand mir der Tisch mit mehr Beinfreiheit zur Verfügung, was durch den Umbau des Alten Rathauses so nicht mehr gegeben ist und wir an anderen Orten Tagen. Vor Ort gibt es Tische, ich bezeichne diese als Kindertische, denn ich komme nicht mal unter den Tisch, wenn die Beine nicht auf dem Fußbrett des Rollstuhls stehen.

19. Wahlperiode

Vom Rollstuhl auf einen Stuhl umsetzen?

Nicht mal auf einem Gartenstuhl ist es sicher für mich, auf unserem Balkon gibt es ein spezielles Sitzkissen. Der Grund so einfach und nah: Dekubitusprophylaxe durch Druckentlastung. Faktisch ein Sitzkissen, um mich zu schützen.  „Der Wechsel und damit eine andere Druckverteilung sind enorm wichtig. Deshalb die vielen, unterschiedlichen Sitzkissen.“ Gottesdienste, also in Kirchen sind auch nicht einfacher. Hier bleibe ich im Rollstuhl, was im Umkehrschluss bedeutet, ganz vorne oder hinten am Eingang stehen. Stehtische und Festzeltgarnituren sind für mich als Rollstuhlfahrer der Super-GAU. Um ein weiteres Geschehen aus unserem Leben aufzuzeigen.

Besuch im Gotteshaus

Essen und Arbeiten sind zentrale Punkte

Mal wieder entspannt unter den Tisch fahren, gerade wenn ich mit meiner Frau beim Essen eine gewisse Zweisamkeit erleben möchte. In kaum einem Restaurant kann ich in Ruhe Essen, was mich traurig stimmt und meiner Frau Stress verursacht. Umsetzen, ja dies ist ein Ansatz und oftmals schon getan. Wenn das Personal dann meinen Rollstuhl in die letzte Ecke schieben möchte, oftmals ungefragt, ja dann ist die Stimmung sowie der Abend dahin.

Restaurantbesuch
Restaurantbesuch

Für alle die dies Lesen und kein Rollstuhlfahrer sind; gebt an der Garderobe (Eingang) Gedanklich mal eure Beine ab. Das ist ungefähr der Ansatz, den ich meine, möchte ich warten bis mir jemand meine Beine (Mobilität) zurückbringt? Nein, das möchte ich nicht!

University of Applied Sciences
University of Applied Sciences Frankfurt a.M.

Ein Alltag und Leben voller Veränderungen

Wer bis hierhin durchhalten konnte, Hut ab. Mein… unser Alltag und Leben sind einfach anders und weit weg von die schon wieder, was brauchen die immer für sondere Wünsche? Um es mal deutsch aufzuzeigen; wir brauchen dies nicht, es sind die Gegebenheiten vor Ort. Menschen haben keine Behinderungen. ORTE SCHON!