POLITIK

INKLUSIONSBEAUFTRAGTER

INKLUSIONSBEAUFTRAGTER

BLOG 19-592: INKLUSIONSBEAUFTRAGTER – DER STADT LIMBURG

Wie die Zeit doch vergeht, im letzten Jahr (2017/18) war ich in Sachen Haushaltsberatung der Stadt Limburg mit der FDP-Fraktion-Limburg in Sachen Inklusionsbeauftragter aktiv. Das Anliegen war es einen Haushaltsbegleitbeschluss zum Thema „Inklusionsbeauftragtem“ mit meiner Fraktion einzubringen. 

Haushaltsbegleitbeschluss der FDP-Fraktion vom 18.12.2017

Dieser wurde einstimmig im Haupt- und Finanzausschuss angenommen. Soweit die gute Nachricht, heute ein Jahr (2019) später, stehen wir vor dem nichts. Mit Verabschiedung des neuen Haushalts der Kreisstadt Limburg in diesem Jahr, sind alle nicht bearbeiteten Haushaltsbegleitbeschlüsse aus 2018 faktisch Geschichte, auch der Inklusionsbeauftragte. Der Magistrat/ Verwaltung hat diesen Haushaltsbegleitbeschluss nicht wie abgestimmt im Jahr 2018 umgesetzt. Dies mag für viele Menschen weniger ein Problem darstellen, persönlich sehe ich dieses Vorhaben doch als gescheitert an. Mehr noch: Die Zeit, vor allem die Kraft waren so für die Katz. Das Angebot was man „GEMEINSAM“ ausgearbeitet, sowie abgestimmt hatte ist plötzlich wertlos. Meine persönliche Bilanz in dieser Sache ist Ernüchterung. Mein Kraft ist eingeschränkt, somit ist dies einfach vergebene Kraft, nutzlos verbraucht. Aber das Jammern hilft an dieser Stelle wenig, denn auch dies ist Kommunalpolitik.

Verantwortungsbewusstsein und Handeln sieht bei mir etwas anders aus…Verantwortungsbewusstsein ist die Bewusstheit, dass das eigene Handeln eine gewisse Wichtigkeit für andere hat. Verantwortungsbewusstsein lässt den Menschen seine Aufgaben, seine Pflichten, erkennen und dann auch erfüllen. Früher hatte man mehr von Pflichtgefühl gesprochen. Heutzutage spricht man mehr von Verantwortung.

Screenshot – Inklusionsbeauftragter

Das Bundesteilhabegesetz hat erhebliche Auswirkungen. Wie gestalten sich Angebote und das Handeln der Stadt Limburg, das Leben in der Stadt und der Alltag für alle Menschen mit einer Einschränkung? Lange war hier die Rede von Behindertenbeauftrag- ten/- beiräten, die dies angehen. Diese Begriffe greifen zu kurz; der betroffene Personenkreis ist viel weiter zu fassen. Hierbei spielt Demografie, Einschränkungen durch das Alter ebenfalls in der sich wandelnden Gesellschaft eine Rolle. Der Begriff Inklusion – mit der positiven Zielsetzung – ist bei allem der weitergehende. Und um dieses wichtige Anliegen voran zu bringen, bedarf es eines Kopfes/Spitze/Koordination. Oft geht es primär um das Netzwerk – wie die Modellregion Inklusion zeigt. Der Magistrat wird daher gebeten, im Haupt- und Finanzausschuss einen Vorschlag zu unterbreiten, in welcher Form und mit welchen Möglichkeiten ein/er Inklusionsbeauftrag- ter ggf. Beirat installiert werden kann. Der Vorschlag soll die bisherigen Erfahrungen mit dem Behindertenbeirat und einen Vorschlag für eine Geschäftsordnung/Satzung beinhalten.

FDP-Fraktion-Limburg

Das Ergebnis: Mit Blick in die Zukunft, für unsere Region ein deutlicher Rückschritt. Mehr noch, auch zukünftig werden Menschen die davon hätten profitieren können, einfach leer ausgehen. Was die Tragweite angeht ist dies heute kaum abzuschätzen. Schade, um eine vergebene Chance.  

Ihr / Euer
Frank F. König

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Frank F. König

Über Frank: Frank ist Rollstuhlfahrer, Blogger, Fotograf, Stadtverordneter, Rolli-Coach, Ehemann, Papa, Opa, Kaffeeiker und Hesse. Mehr muss man eigentlich nicht Wissen. ♿️

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