Geschichten aus der Stadt 14
KURZ UND KNAPP STORY

Geschichten aus der Stadt 14

Geschichten aus der Stadt 14: Ende November des vergangenen Jahres gab es die letzte „Geschichte aus der Stadt“ im Blog – dies ändern wir heute und freuen uns auf viele weitere Geschichten im Jahre 2020.

Geschichten aus der Stadt 14

Mobil zu sein ist für jungen Menschen völlig normal, dabei nutzen diese alles, was Verfügbar ist. Hier unterscheidet sich unsere Tochter nicht von anderen. In Sachen ÖPNV würde ich die Behauptung aufstellen ist sie Vorreiter.  Über Jahre verfügt sie über eine Jahreskarte für den hessischen ÖPNV – jetzt stand eine Reise nach Berlin an. Um es abzukürzen, sie fuhr zu ihrer Freundin mit dem ICE nach Berlin, auf der hin und Rückfahrt hörte sie dann immer die Durchsage für mobilitätseingeschränkte Reisende – keine Einstiegshilfe möglich. Ihr Kommentar – Papa mit dir hätten wir wieder das Chaos erleben müssen. Hieraus erkennt man deutlich ein Muster wie es in Familien eingreifen kann – eine Geschichte, die sie mit 22 Jahren immer noch traurig stimmt!

Realität – Ein Wort mit tiefer Bedeutung

Zum gleichen Thema jetzt der O-Ton unseres Sohnes: Papa, das ist Realität. Leider fügt er an – denn was man dir im Leben bei veränderter Mobilität genommen hat, ist kaum zu ertragen. Und dann noch diese vielen Schulterklopfer, wie du das alles bewerkstelligst, erstaunt mich immer wieder aufs neue. Was du für einen Einsatz bringen musst sehen andere nicht im Ansatz. Selbstbestimmung und Mobilität sind so nicht vereinbar, mehr noch erlebbar!

In der Kundenschlange stehen

Kann so meine Erfahrung nicht jeder, gleich gar nicht, wenn der vor einem eine rollstuhlfahrende Person ist. Vermehrt stand ich jetzt in der Apotheke und wartete bis ich an der Reihe war. Das Hinweisschild auf Diskretion gibt es nicht umsonst. Nun gibt es immer wieder Zeitgenossen, die einfach in der Schlange der wartenden Kunden vorbeigehen und sich somit für mich übergriffig verhalten. Nicht immer nehme ich die Mühe auf mich und mache darauf aufmerksam, einige vom Personal in der Apotheke kennen diese spiele schon zur Genüge. Man ruft dann am Vor-Dränger vorbei „Guten Tag Herr König was können wir für sie tun“? Dies erfreut nun mich wieder, erhält der Drängler doch so eine Lektion in Sachen Gemeinsamkeit und Co. – Ich musste einfach das Foto aufnehmen da dieser freundliche Herr es einfach übertreibt, ist er doch Wiederholungstäter.

Geschichten aus der Stadt 14
Geschichten aus der Stadt 14

Dies gibt es in allen Geschäften!

Unglaublich aber war, kaum ein Laden oder Geschäft bleibt außen vor. Die Gesellschaft ist einfach so drauf, immer der erste sein, Rücksicht auf dritte muss unglaublich schwer sein. Diesmal traf es nicht mich, der junge Mann (Grüne Jacke) auf dem Bild unten war das Opfer. Dieser Junge Mann war höflich und mehr als Freundlich. Er wurde so Opfer und unnötig angepflaumt – man könnte auch sagen: Niedergemacht!

Geschichten aus der Stadt 14

Warum klingeln Sie denn?

Sie sind doch kein Fahrradfahrer – was war geschehen. Ich fuhr auf dem Gehweg und hatte vor, die reihe Fußgänger hinter mir zulassen. So betätigte ich meine Klingel am Rollstuhl (Fahrradklingel) und machte so auf mich und mein Vorhaben aufmerksam. So blieb ich stehen und wiederholte höflich die gestellte Frage denn ich verstand dies nicht wirklich. Er führte wiederholt aus: „Jeder der auf einem Bürgersteig klingelt, egal ob Radfahrer oder Rollstuhlfahrer gehört mit seinem Fahrzeug auf die Straße.“ Dies ließ ich unkommentiert – denn es bestand wenig Hoffnung auf Erkenntnis oder gar Einsicht!

Warum klingeln Sie denn?
Warum klingeln Sie denn?

Geschichten aus der Stadt 14

Hier Enden die „Geschichten aus der Stadt 14“ es gibt und gab eine Menge an Erlebnissen, die ich in Teilen gerne im Blog festhalte. Oft schon habe ich das ein oder andere nochmals nachgelesen und mir wiederholt dazu die ein oder andere Frage gestellt. Achtsamkeit ist für alle keine Einbahnstraße – so meine Erfahrungen!

Profilbild von Frank F.  König
Frank F. König

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