ERKLÄRUNGSVERSUCH

FRANK – FÄHRST DU NIE ZUR REHA?

✅ BLOG 19-661: Unter dem Schlagwort; „Du Frank sag mal“ geht es im heutigen Blog um das Thema Reha. Sowie ob und wo ich zur Reha fahre… ♿️

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Frank F. König

FRANK – FÄHRST DU NIE ZUR REHA?

Multiple Sklerose (kurz MS) gehört neben Alzheimer zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Eine Reha Maßnahme hilft MS-Erkranken oft weiter, für mich ist dies mehr als ein Wiederherstellen von Funktionen. Überdurchschnittlich oft wird das Neurologische Reha-Zentrum Quellenhof als die Klinik „Anerkanntes MS-Zentrum“ benannt, was ich selbst schon erleben durfte.

Definition: Rehabilitation! Kurz: Reha bezeichnet eine Sozialleistung zur Wiedereingliederung einer kranken, körperlich oder geistig behinderten oder von Behinderung bedrohten Person in das berufliche und gesellschaftliche Leben. In der Suchttherapie spricht man von Rekuperation.

Wikipedia

Ich wurde nach einer (persönlichen) Genehmigung von einer netten Person gefragt: Wo fährst du hin? Oder fährst du nie zur Reha?

„Wenn war ich immer in Bad Wildbad / Quellenhof. Jetzt macht es für mich immer weniger Sinn, da die Neurologie und Orthopädie nicht in einem Angeboten werden. Und wenn, brauche ich bei meinem Körper beides.“

O-Ton Frank
FRANK - FÄHRST DU NIE ZUR REHA?
R E D E N

Dies war der Startschuss für diesen Blog

Ich versuche heute meine Sicht zur Reha aufzuzeigen, denn es ist einfach mehr für mich. Oft gehen Reha Maßnahmen mit sehr vielen Untersuchungen einher. Unterschiedliche Techniken und Messungen durch Maschinen kommen so zum Einsatz. Hier würde ich begrüßen wenn der Arzt in seinem Aufnahmegespräch mehr auf den Faktor Mensch setzen könnte? Warum dies so wichtig ist klären wir gleich. Wichtig bleibt das dieser Blog nur einige Themen um eine Reha abbildet. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ist so NICHT gegeben. Wir schauen uns nur wenige Bereiche einer Reha an – aber diese sind klar definiert.

Wann ist eine Rehabilitation erfolgreich?

Hier werden oft Maßstäbe gesetzt sowie angenommen die wenig mit dem Alltag von Patienten zu tun haben. Das persönliche Umfeld, gerade bei neu Erkrankten oder Verschlimmerung, spielt eine große Rolle. In einer Klinik ist die Umgebung meist ohne Barrieren für die Patienten – was Zuhause wieder völlig anders sein kann.

Reha Bericht an den Kostenträger!

Beim Thema Reha Bericht möchte ich ein Beispiel anführen, das es so wirklich gegeben hat. Ein MS-Patient wurde im Reha Bericht wie folgt beschrieben: Die Reha Maßnahme ist erfolgreich verlaufen. Der Patient hat nach unserer Reha ein deutlich besseres Gangbild und legt länger Wegstrecken zurück. Bis an diese Stelle hätte ich gesagt: Perfekt – ein Erfolgt für den Menschen / Patienten.

Wäre da nicht noch folgender Satz im gleichen Reha Bericht

Zum Erhalt und seiner möglichen Teilhabe im Alltag, haben wir es für nötig befunden einen aktiv Leichtgewichts Rollstuhl zu verordnen. Dieser konnte noch in der Reha umgesetzt werden, so das der Patient mit seinem neuen/eigenen Rollstuhl am Rollstuhl- und Mobilitätstraining erfolgreich teilnehmen konnte. Hier zeigte sich deutlich, welche Erleichterung im Alltag und der persönlichen Mobilität durch den neuen Aktiv Rollstuhl umgesetzt werden konnte. Sorry, das passt nur schwer zusammen. Ich habe Verständnis für alle beteiligten, aber all dies hilft den Patienten nicht. Im Gegenteil, es könnte ihm auch zukünftig Nachteile bringen – je nach Lesart und Zuständigkeit.

„Du Frank sag mal“

  • Wo fährst du hin?
  • Oder fährst du nie zur Reha?

Die beiden Fragen sind ja noch offen und bedürfen Antworten, die man kaum in einen Satz fassen kann. Obwohl… dafür ist Facebook nicht gemacht, denn es würde schnell unübersichtlich.

Frage 1: Wo fährst du hin?

Die hätte man schnell und ohne Umschweife auch bei Facebook beantworten können. Ich mag den Quellenhof (Schwarzwald) mitten in Bad Wildbad. Im Internet gibt man an: „Fachklinik für neurologische und orthopädische Rehabilitation“ dem ist in Teilen auch so. Nur liegen die Fachabteilungen nicht in einem Haus, was für Rollstuhlfahrer oft ein Problem darstellt. Wer wie ich das Gelände kennt, meidet diesen Weg gerne. Zudem ist bei Neurologie und Orthopädie oft ein Unterschied – nicht nur in der Behandlung. Was für die Neurologie gut wäre, schadet an andere Stelle zur Orthopädie. Auch die Behandlung und Ärzte kommen selten zu einem Ergebnis – nur habe ich einen Körper mit dieser Problematik und keine zwei. Ich Glaube dies ist nachvollziehbar – gleichzeitig ist dies der Grund, das ich keine Reha mehr anstrebe.

Zuviel Arzt – zu wenig Therapeuten

Ärzte verordnen mir etwas – im Anschluss hilft und setzt der Therapeut dies mit mir um. Jahrzehnte kann ich aus meiner Sicht wiedergeben sind Therapeuten der Schlüssel zu Erfolg. Diese Menschen haben mir auf die Beine geholfen, Geduldig mit mir meine Sprache zurückgeholt und vieles andere erträglich gestaltet. Mir sind die vielen Untersuchungen (Ärzte) im Verhältnis zur Therapie (Therapeuten) ein Dorn im Auge. Frühe hatte ich das Problem – alles wurde stationär umgesetzt, Ambulante Therapie gab es kaum, was Ende der 1990er Jahre eine Aufgabe war. Für mich hat sich der Ambulante Einsatz damals bezahlt gemacht – und mir vieles zurückgebracht was meine MS zerlegt hatte. Als Zeitfenster – 5 Jahre habe ich für meine Hände benötigt, 2 Jahre für die Sprache wie Menschen heute hören können.

Mehr Mensch und Alltag

Das wäre mein Ansatz für jede Reha, weniger Untersuchungstermine und mehr Behandlung, die mir später auch Zuhause hilft. Der Kostenfaktor lässt immer weniger und nötige Therapie für den Patienten zu. Die Worte der Ärzte zu meiner persönlichen Kombi… Multiple Sklerose, Osteoporose, Arthrose machen all dies kaum möglich. Schade eigentlich, denn meine Vorliebe zur aktiven Therapie mit einem Therapeuten lassen mich heute noch positiv zurückblicken.

Oder fährst du nie zur Reha?

Heute mache ich täglich meine manuelle Therapie Zuhause. Was aber Verbesserung vertragen könnte, nur die unnötige Diskussion mit Arzt, Kostenträger und Kostenbudget verhindern dies erfolgreich!

So das war jetzt mein Blog zum Thema Reha und Co.

Ihr / Euer
Frank F. König

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