Eine Frage der richtigen Einstellung? - KINGS WEEK
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Eine Frage der richtigen Einstellung?

Selbstbestimmung unter der Lupe des eigenen Blickes. Dies und mehr im Blog: Eine Frage der richtigen Einstellung?

Eine Frage der richtigen Einstellung?

Die Frage nach der richtigen Einstellung… nur kann jeder mit dem aufgebauten Druck umgehen? Ich persönlich aktuell nicht! Täglich geschehen gewisse Dinge in unserem Leben, nicht alle können und wollen wir bearbeiten oder zulassen. In den Kings Week diesmal ein für mich sehr aktuelles Thema. Entscheidungen treffen wir alle täglich, die meisten davon blitzschnell. Nur gibt es Entscheidungen, die uns auferlegt werden, mehr noch durch Wiederholung faktisch eingepflanzt werden sollen – oder zumindest den Versuch es uns einzupflanzen.

Eine Frage der richtigen Einstellung?

Das kannst Du so nicht stehen lassen. Es wird Zeit, das man handelt, aber wer ist man?  Zu 99 Prozent ist man selbst derjenige der zum Handeln aufgefordert wird. Um es zu verdeutlichen, nehme ich Bezug auf einen realen Vorgang aus meinem Leben. Von allen Seiten war zuhören, das geht aber so nicht. Bisher erhaltene ich von allen Seiten gutgemeinte Ratschläge, zum Vorfall aus dem Parkhaus im Limburger Krankenhaus. Es prasseln die Vorschläge nur so auf mich ein. In letzte Konsequenz bleibt es aber an mir zu entscheiden und wenn dementsprechend zu handeln.

Nimmt Dir einen Rechtsanwalt, geht zum Arzt usw.

Dies sind nur einige der oft gutgemeinten Ratschläge zum Vorfall aus dem Parkhaus im Limburger Krankenhaus. Das begann schon direkt nach dem Vorfall: Du musst die Polizei anrufen, was später mit einem Besuch von knapp drei Stunden bei der Limburger Polizei sein Ende nahm, oder doch einen Anfang? Nur nimmt es damit ein Ende? Nein, hier gab es die erste Aufforderung, Sie müssen zum Arzt. Hier fanden die ersten guten Ratschläge Ihren Anfang, was sich direkt bei der Familie, Freunden und Bekannte fortsetzte. Als Person ging ich völlig unter!

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Eine Frage der richtigen Einstellung?
Eine Frage der richtigen Einstellung?

Meine Gedanken waren auf völlig anderem Wege

Mit Beginn dieses Vorfalls war ich alles andere als Selbstbestimmt, ich suchte für mich einen Weg, fand mich aber in einer Mühle wieder – daher bestimmt auch die Wortschöpfung Zwickmühle? Ich war aus meiner Sicht leicht verletzt. Genau, an beiden Fingern der linken Hand. Der Schreck von alledem inklusive, ernüchtert über solch einen aggressiven und gleichgültigen Menschen aus dem Parkhaus.

Eine Frage der richtigen Einstellung?

All dies machte mir mehr zu schaffen, als ich jemals annehmen konnte. Ja, einige Tage konnte ich kaum selbstständig meinen Rollstuhl navigieren, die Schmerzen in der linken Hand und den beiden Fingern waren nach dem Unfall schon heftig. Ständiges Kühlen, eincremen und Co. brachten über die Tage ein wenig Linderung. Es fühlt sich besser an, gebrochen schien nichts, da hat man nach Jahren und unzähligen Brüchen so seine Erfahrung. Die Schäden am Rollstuhl sowie PKW sind dabei eine andere Sache, die mich im Moment aber weniger interessieren.

Termine, Zwangsarbeit und Co.

Kurzfristig einen Termin als gesetzlich krankenversicherter zu erhalten wäre wieder so eine Sache. Was wiederum eine aktive Handlung von mir erfordert hätte. Nur ob ich dies wollte, stetig wurde der Druck erhöht, was dann oft zum Gegenteil führt in meinem Leben. Die Polizei, wir brauchen einen Bericht vom Arzt. Meine Frau, die Polizei hat es Dir doch gesagt, und alle wussten, was wichtig war und bemerkten nicht einmal meine Veränderung. Stündlich wurde es extremer. Ich begann zu schreiben, ich musste dies irgendwie doch loswerden, so mein Gedanke. Eigentlich bin ich doch ein offener Mensch, warum jetzt so ein Theater? Was ist dies bitte für eine Einstellung? Fragen die ich mir in meinem Selbstzweifel mehrfach gestellt habe – unglaublich!

Es wollte einfach nicht aus meinem Kopf

Tag um Tag, trug ich all dies in mir, faktisch mit mir rum her. Es beschäftige mich mehr als mir lieb sein sollte, schlimm sind und waren die Nächte. Es begann mich mehrfach einzuschränken. Nur ich konnte doch Entscheidungen herbeiführen und somit treffen. Die Worte, der darf nicht so davonkommen, da hätte ich ja noch zustimmen können, was mich auch zur Polizei getrieben hatte. Aber den Rest, nur weil jemand zur Bearbeitung einen Bericht vom Arzt braucht, um eventuelle Schäden später bei Gericht einzuordnen. Nein, das brauche ich nicht. Zugegeben es gibt einige Kratzer an der Fahrertür und der Rückspiegel des PKWs dürfte wohl hinüber sein. Aber auch dies bringt mich nicht wirklich weiter, liegen doch meine Probleme viel tiefer.

Zurückgezogen und völlig ohne Antrieb

Einige werden sich eventuell gewundert haben, online ist er kaum auszumachen. Kein Gruß am Morgen, keine Bilder bei Instagram, nicht bei Twitter – sporadisch mal einen Blog, mehr nicht. Richtig, außer der Blog und Dinge wie diese aufzuschreiben zieht mich nichts zur online Welt. Alles fühlt sich als Belastung, nach Überforderung an!

Körperlich an Grenzen?

All dies bringt mich nicht weiter, Tag für Tag geht es weiter Bergab. Ich suche für mich einen Weg, sprechen möchte ich ebenfalls nicht darüber, in Wiederholung gleich gar nicht. Ich, der sonst immer etwas zu sagen hat. Schreiben, Lesen und Musik helfen mir in dieser Zeit. Die vielen nachfragen, die es mehrfach gegeben hat, sind nur zum Teil beantwortet – Menschen haben sich halt gewundert. Ich sage mal, es wird seine Zeit brauchen – wie lange? Das würde ich auch sehr gerne Wissen. Wo all dies sein Ende finden wird, bleibt für mich aktuell wie im Frühnebel (noch) verborgen. Nur eines steht heute schon fest, ich spüre es deutlich in mir: Nichts ist mehr wie es wahr!

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