E-Mobilität – Nicht für ALLE?

E-Mobilität – Nicht für ALLE? – Schneller laden im ICE-Gebiet – Wer in Limburg sein Elektroauto laden will, ist gut bedient. Es gibt in der Innenstadt zahlreiche Ladestationen. Und es wird noch besser, so nachzulesen auf der städtischen Homepage von Limburg…

E-Mobilität – Nicht für ALLE?

Nur nicht für „JEDEN“ – der Aufbau einer neuen Infrastruktur in der Region an Ladestationen von denen leider nicht „ALLE“ profitieren werden. Die Zugänglichkeit von Ladestationen ist an vielen Stellen so nicht gegeben. Dies wäre aber Voraussetzung für „ALLE“ Menschen. Das Nutzen, das An- und Abfahren dieser neuen Infrastruktur ist so kaum möglich, noch nicht mal an vielen Stellen Sicher. Bei all dem Ausbau gibt es nicht eine Ladestation als Behindertenparkplatz – denkt daran wirklich keiner und muss dann erst wieder nachgerüstet werden – und dies auf Kosten der Steuerzahler? Die Möglichkeit „Schneller laden im ICE-Gebiet“ ist eine privat Angelegenheit – hier wird nicht direkt Steuergeld eingesetzt. Jede private Firma entscheidet selbst, wie sie mit solchen Ladestationen auf den Markt geht.

E-Mobilität - Nicht für ALLE

Ein Kommentar von Frank F. König

Innovative Technik, sprich E-Mobilität wird zum Beispiel von Rollstuhlfahrern schon jahrzehntelang genutzt. Jetzt wird eine Infrastruktur zur E-Mobilität nicht nur in Limburg ausgebaut die viele Menschen Linksliegen lässt. Es ist mehr als Ärgerlich, der Nutzen wird schon im Vorfeld aktiv eingeschränkt – können wir dies nicht besser?

E-Mobilität - Nicht für ALLE?

Elektromobilität hat mehr Seiten

Zum Beispiel E-Bikes, die fahren so auch viele Rollstuhlfahrer. Mehr noch, wo können diese Menschen ihr Zuggerät und andere E-Hilfsmittel aufladen. Nehmen wir E-Autos hinzu: die in Zukunft auch vermehrt von diesem Personenkreis genutzt werden. Bleibt die Fragestellung: Möchte man dann direkt nach Fertigstellung Barrierefreiheit herstellen und weitere Kosten produzieren oder gar diesen Personenkreis ausschließen? Fragen über Fragen, zudem man aktuell leider „KEINE“ antworten erhält.

E-Mobilität - Nicht für ALLE?

Sicherheit, Barrierefreiheit bei Elektromobilität

Schauen wir uns nach der Infrastruktur das Thema Sicherheit und Barrierefreiheit bei Elektromobilität an. Gerade Menschen mit Sehbehinderungen und Hörbehinderungen haben dabei ein Problem. Mehr noch, diese Menschen sind aktuell unnötigen gefahren ausgeliefert. Es gibt erste Positionspapiere, beziehungsweise arbeiten Verbände daran. Genau an solch einem Positionspapier arbeite ich aktuell mit anderen zusammen. Denn nur so, können Sicherheit wie auch Barrierefreiheit herstellen!

Mal etwas zur Aufklärung: Ein herkömmlicher PKW (Verbrennungsmotor) hat einen Geräuschpegel von ca. 72 dB (Dezibel) – E-Autos von ca. 56 dB (Dezibel), aber auch nur ab 30 km/h. Alles unter 30 km/h ist nicht auszumachen, gerade für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Mehr noch Senioren sind hiervon ebenfalls betroffen – also ein Sicherheitsfaktor der so kaum angesprochen wird.

Gefordert werden Soundgeneratoren (AVAS) die bis 30 km/h eine gewisse Zahl an dB (Dezibel) aufweisen um so Sicherheit in diesem Bereich der Mobilität zu gewährleisten. Informationen und Vorgaben sind oft angelehnt an die EU-Umgebungslärmrichtlinie.

AVAS Steht für: Acoustic Vehicle Alerting System – ein Warngeräuschgenerator für leise Fahrzeuge! 

Detailpläne zum Umbau der Graupfortstraße in Limburg

Wie die NNP titelte, soll durch den Wegfall der Schräkparkplätze eine Zone für Behindertenparkplätze sowie zwei Stellplätze für Elektromobilität entstehen. Wie weit hier die Planung zur Nutzung für „ALLE“ gegeben ist, wird man zu einem späterem Zeitpunkt feststellen können. Das Thema Graupfortstraße in Limburg wird uns noch einige Zeit beschäftigen, dies ist aber ein anderes Thema.

E-Mobilität - Nicht für ALLE?
Umbau der Graupfortstraße

Kommen wir zum Ende dieses Blogs, in der Hoffnung das zum Thema ein wenig aufgeklärt geschehen konnte. Denn Sensibilisierung ist gerade bei solchen Themen wichtig!

Ihr / Euer

Frank F. König

  Weitersagen und Unterstützen.    Danke ! 

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

Pin It on Pinterest