Aufgeschnappt

Digitale Barrierefreiheit

Webseite-Limburg

Digitale Barrierefreiheit – EU schafft einheitliche Regeln, Menschen mit Einschränkungen sollen öffentliche Online-Angebote ohne Hürden nutzen können.

Digitale Barrierefreiheit

Öffentliche Stellen in allen EU-Ländern müssen ab sofort die in Kraft tretende Richtlinie für digitale Barrierefreiheit auf Webseiten und in Mobil-Apps umsetzen. Die öffentlichen Online-Angebote werden besser wahrnehmbar, indem sie lesbar, hörbar und taktil erfassbar werden, besser bedienbar, indem alle Eingabegeräte wie Tastatur, Maus und Touchscreen unterstützt werden und auch verständlicher und robuster, damit Technologien wie Screenreader problemlos damit umgehen können. „Barrierefreies Internet ist ein wichtiger Schritt, um die digitale Kluft zu schließen. Nur wenn alle Menschen die technischen Möglichkeiten haben, am digitalen Wandel zu partizipieren, können sie auch von den Fortschritten profitieren. Von barrierefreien Lösungen profitieren alle Menschen.

Unterschiedliche Fristen

Die Richtlinie ist auf „neue“ Inhalte – also jene, die nach Inkrafttreten der Richtlinie veröffentlicht wurden – binnen 21 Monaten, auf „alte“ Inhalte binnen 45 Monaten und auf mobile Apps binnen 54 Monaten nach Inkrafttreten anzuwenden. Die Richtlinie sieht außerdem auch ein regelmäßiges Monitoring über den Umsetzungsstand in den Mitgliedstaaten vor. Betroffen sind alle Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen, also Bund, Land, Gemeinden sowie öffentliche Einrichtungen.

Online Angebot der Stadt Limburg

Bei den Haushaltsberatungen in Limburg fand mein Einwand gehör, denn das Städtische Online Angebot ist weit entfernt von dieser Richtlinie. Im Behindertenbeirat war die Internetseite der Stadt Limburg Thema. Der Medien Vertreter der Stadt Limburg teilte mit, es gäbe eine Arbeitsgruppe zum Thema. Dies ist nach meiner Auffassung allerdings zu eng gefasst, hier müsste mehr passieren, denn es wird eine Zeit dauern bist der Weg dahin überhaupt feststeht, so der stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirates Frank F. König.

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Screenshot: Webseite Stadt Limburg

Teilhabe im Internet

Gerade Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen nutzen die Online Angebote extrem. Artikel 9 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen legt der EU und ihren Mitgliedstaaten die Verpflichtung auf, mittels geeigneter Maßnahmen den Menschen mit Behinderungen einen gleichwertigen barrierefreien Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einschließlich des Internets, zu ermöglichen.

Mehr auf: http://ec.europa.eu