Design for all im Landkreis Limburg-Weilburg

Design for all im Landkreis Limburg-Weilburg – Ein Thema das nicht nur mich beschäftigt. Der demographische Wandel unserer Zeit bringt Veränderungen mit sich. Wir „ALLE“ sind aufgerufen uns damit zu beschäftigen.  Im Herbst 2018 wählen wir im Landkreis einen neuen Landrat, einer der Kandidaten stellt sich heute im Blog vor und beantwortet unsere Fragen.

Design for all im Landkreis Limburg-Weilburg

Heute mit dem Landratskandidaten Herrn Michael Köberle (CDU) Design for all im Landkreis Limburg-Weilburg – In einer Gesellschaft die zum Glück immer älter wird, werden wir nicht nur im Landkreis Limburg-Weilburg vor neue, veränderte Aufgaben gestellt. Deshalb fragen wir speziell diese Thematik ab. Wo – direkt bei einem der Landratskandidat.

Landratskandidat Michael Köberle (CDU)

Herr Köberle wie ist ihre Haltung zu diesem und weiter unten aufgeführten Themen / Fragen. Uns ist es wichtig ein Bild der Kandidaten aufzuzeigen, noch vor dem eigentlichen Wahlkampf. Denn diese Themen sind zu wichtig für uns als Gesellschaft um sie in Wahlkämpfen zu opfern.

Design for all trifft alle Menschen, Junge, Älter, Menschen mit und ohne Behinderungen, Menschen mit wenig oder mehr Einschränkungen, sowie all die Menschen die täglich aktiv am Leben teilhaben. Teilhabe, Mobilität im Landkreis wird uns zukünftig mehr fordern als bisher. Menschen von heute sind zum Glück länger aktiv, haben und pflegen ihre Interessen bis ins hohe Alter. Schon junge Menschen erleben täglich mit ihren Eltern die unterschiedlichsten Barrieren. Aber nicht nur Barrieren in Form von, zum Beispiel Stufen die es zu überwinden gilt. Nein, dies ist im Jahre 2018 einfach mehr.  Durch die unterschiedliche Digitalisierung und deren Möglichkeiten ergeben sich unterschiedliche Probleme für Menschen im Landkreis Limburg-Weilburg. Dies macht nicht mal halt vor einzelnen Webseiten die viele täglich nutzen.

Herr Köberle – Lassen sie uns zu Beginn einige Jahre weiterblicken. Wie sehen sie den Landkreis Limburg-Weilburg in fünf oder zehn Jahren?

In meinen Augen wird sich der Landkreis Limburg – Weilburg in den nächsten fünf bis zehn Jahren sehr positiv weiterentwickeln! Die geographische Lage zwischen den beiden Ballungszentren Rhein-Main und dem Ruhrgebiet, die sehr gute verkehrstechnische Anbindung über Straße, Bahn und ICE, eine gut ausgebildete Bevölkerung  werden sich gepaart mit einer stetig weiterentwickelten Infrastruktur – für die ich mich einsetzen werde –  sehr positiv auf die Zukunft unseres Landkreises und seine Bürgerinnen und Bürger auswirken.

Hier möchte ich mich insbesondere als Landrat ..

  • für die medizinische und soziale Versorgung vor Ort
  • für eine  Familien und Seniorenfreundliche Politik
  • für mehr Sicherheit
  • für mehr Vereinsleben und Ehrenamt
  • für mehr soziales Miteinander
  • für ein Ausbau der gesamten Infrastruktur
  • für gute Arbeitsplätze
  • für einen Ausbau der Digitalisierung in allen Lebenslagen
  • für gute Bildung und gute Schulen
  • für eine solide Finanzpolitik
  • für eine bürgernahe serviceorientierte wirtschaftliche Kreisverwaltung und Kreisbetriebe
  • für eine weitestgehende digitale Kreisverwaltung
  • für mehr interkommunale Zusammenarbeit
  • für einen ausgewogenen Umgang mit Natur und Umwelt
  • und für einen schonenden Ausbaus des Tourismus einsetzen!

Herr Köberle – Wie sehen sie die Chance einzelnen Generationen im Landkreis Limburg-Weilburg mit Blick in die Zukunft? Wo sind wir gut aufgestellt, und wo müssten wir nachlegen?

Der Generationenvertrag ist die Basis unseres Zusammenlebens, diesen gilt es aufrechtzuerhalten ohne einzelne Generationen zu überfordern. Dies ist in meinen Augen sehr gut möglich, da wir dabei sind die Rahmenbedingungen in den Schulen, der Infrastruktur und im Arbeitsleben hierfür weiter zu verbessern.

In der Schulinfrastruktur, in der allgemeinen Infrastruktur, dem Breitbandausbau, der Straßeninstandsetzung und dem Straßenbau (Modellversuch) haben wir in den letzten Jahren viel erreicht und sind auch vergleichsweise gut aufgestellt, aber trotzdem müssen wir hier weiter am Ball bleiben, dies in einer Balance zwischen Werterhalt, Investition und Konsolidierung.

Die medizinische Versorgung hat in meinen Augen strukturelle Defizite insbesondere in der Rekrutierung von Ärzten – und Pflegenachwuchs. Hier gilt es neue Lösungsansätze zu entwickeln und diese umzusetzen (Anreize in strukturschwachen Regionen, Stipendien etc. ).

Herr Köberle – Wie sehen sie persönlich die Gestaltungsfelder in der Digitalisierung bei Bildung, Mobilität, Verkehr, Verwaltung sowie Gesundheit und Pflege?

Die Digitalisierung verändert unser gesamtes Leben und ich spreche nicht von der technischen Entwicklung, nein, auch unser Zusammenleben wird sich  komplett verändern. Diese Entwicklung müssen wir positiv begleiten und steuern, damit es zu keinen nachteiligen Entwicklungen kommt.

In Bezug auf die Bildung wird sich das Lernen im Zuge der Digitalisierung mit den neuen Möglichkeiten sehr stark verändern. Die Schulen in unserem Landkreis sind in meinen Augen schon sehr gut auf diese Entwicklung vorbereitet und setzen hier bereits Akzente. Die hierfür notwendige Infrastruktur wird permanent ausgebaut und weiterentwickelt.

Der Zugang zu Mobilität ist auch der Zugang zu Weiterentwicklung und Teilhabe. Diese Möglichkeiten müssen Allen zur Verfügung stehen und müssen permanent ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Digitalisierung schafft in Punkto Mobilität ganz neue Möglichkeiten, in dem uns über die Datenautobahnen viele Dienstleitungen einfach und kostengünstig zur Verfügung stehen. Dies kann u.a. auch Verkehr vermeiden bzw. reduzieren. Auch wird der Verkehr durch die Digitalisierung besser und strukturierter geleitet. Fahrerlose Transportsysteme werden mehr und mehr in unserem Alltag Einzug halten, all das wird das Leben positiv verändern.

In Punkto Verwaltung gehe ich davon aus, dass die digitale Verwaltung sukzessive aufgebaut wird. Ziel ist es hierbei, dass die Anliegen unserer Bürgerinnen und Bürger online – von zu Hause aus – zeitunabhängig – umgesetzt werden können. Dies schafft die notwendige und geforderte Flexibilität und trägt zur Wirtschaftlichkeit und Transparenz des Landkreises und der Verwaltung bei.

Die Digitalisierung wird auch im Gesundheitswesen Einzug halten, auch wenn hier der Mensch weiter im Mittelpunkt stehen muss! Pflege kann durch Digitalisierung unterstützt werden, ist aber ohne soziale und menschliche Komponente nicht durchführbar. D.h. der Arzt, die Pflegkraft muss auch weiterhin zentraler Bestandteil unseres Gesundheitssystems sein. Optimierungen sind natürlich mit der Digitalisierung möglich und sollten auch umgesetzt werden. Telemedizin ist eine solche Optimierungsmöglichkeit, damit man z.B. Zeit einspart und Verkehr vermeidet.

Hiermit möchten wir uns im Namen aller Leser und Gästen von koenig-limburg.de bedanken. Alle Antworten zu unseren Fragen, speziell zum Thema Design for all im Landkreis Limburg-Weilburg sind nicht nur für uns sehr interessant. 

Ihr Frank F. König

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)