Der Teufel steckt im Detail
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Der Teufel steckt im Detail

✅ BLOG 19-823: „Der Teufel steckt im Detail“ Erst im Alltag, faktisch bei einem Rundgang könnte man in Limburg Barrieren vor Ort aufdecken. Nur will man dies auch?

EINER MUSS DA SEIN – UM ES ZU SAGEN!

Orte gibt es viele wo sich Menschen aufhalten, ob in der Freizeit, oder im Alltag. Rollator, Rollstuhl, Blindenstock und Co. werden wahrgenommen – mehr aber auch nicht. Problemstellungen fallen erst auf, wenn der Alltag diese Aufzeigt. Menschen mit körperlichen Einschränkungen wie rollstuhlfahrende Personen oder Menschen mit einem Rollator stecken in diesem Teufelskreis.

Beispiel:Neue Infrastruktur in der Stadt

Blindenleitsystem in der Werner-Senger-Straße

Taktile Leit- und Informationssysteme
Gefahrenquelle – Ignoranz

Sehbehinderte Menschen kommen einfach nicht weiter, ein beliebter Punkt das Blindenleitsystem in der Werner-Senger-Straße. Hier kommt es mehrfach in der Woche zu unschönen Szenen mit Betroffenen. Egal ob Info-Stände von Parteien oder aktuell zum Neumarkt und dem Thema Bäume, es gibt erhebliche Probleme. Oft erheben sich Menschen dieser Stände noch… obwohl es klare Vorgaben gibt. Abgesehen von allen Lieferdiensten, die dies regelmäßig missachten und die Menschen so vor große Probleme stellen, in dem Sie die Orientierung verlieren. Viele die diese nicht mal im Ansatz erkennen. Soll dies in der Gesellschaft der Standard sein?

Taktile Leit- und Informationssysteme
Blindenleitsystem

Schwachpunkte in Limburg

Dies ist nur eine von vielen Stellen im Stadtgebiet, wo etwas unternommen werden müsste, um Wege barrierefrei zu machen. Solche Schwachpunkte in Limburg aufzuspüren, wäre so einfach wie nötig. Verfügt die Stadt doch über einige Experten in eigener Sache aus dem städtischen Behindertenbeirat. Hier ist die Sacharbeit Kommunal eher schwierig, nicht mal der 1. Vorsitzende kommt weiter, Tagesordnungen werden aufgestellt obwohl Vorgänge längst in der Stadtverordnetenversammlung entschieden wurden – völlig sinnlos. Kann man dies noch Erstnehmen? Mir persönlich fällt dies mit Hinblick auf die 14. Sitzung des Behindertenbeirats und blick auf die Tagesordnung schwer!

Unscheinbare Hindernisse

Unscheinbar und doch so gefährlich oft nicht mal sicher. Ein Teil, der nie thematisiert wird, ist das Ehrenamt. Selbst ich habe einigen Menschen mit Behinderung vorschnell vorgehalten – mehr noch zum Vorwurf gemacht. Jeder könnte einen Beitrag und Engagement leisten, unabhängig seiner Einschränkungen. Aber ist dem so? Das habe ich in einigen Gesprächen mit Betroffenen bei meiner Recherche angesprochen. Zum Teil war auch ich überrascht, da steckt doch mehr dahinter. Leser, die sich öfter im Blog aufhalten ist bekannt, dass wir gerne Beispiele nutzen, um etwas aufzuzeigen, so auch heute!

Der Teufel steckt im Detail

Der Teufel steckt im Detail

  • Gehörlose Menschen kämpfen mit Barrieren des Verständigen
  • Sehbehinderte Menschen müssen einiges Geld investieren
  • Rollstuhlfahrende Personen sind eigen verantwortlich für Ihre Mobilität

Gleich ist für alle die Barriere der Kosten – erst im Jahr 2019 erklärte die Stadt Limburg durch den 1. Stadtrat da ist jeder selbst gefragt. Anträge können gestellt werden, eben nur nicht bei der Stadt. Kosten für eine nötige Assistenz, wie in meinem Ausweis durch das Merkzeichen „H“ belegt – müssen selbst getragen werden.

Der Teufel steckt im Detail

Heute ist mir bewusst, dass dies eine gute Möglichkeit ist Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen fernzuhalten. Oder wie erklärt sich das mein Vorstoß für ein Mitglied des Behindertenbeirat der Stadt Limburg für die Assistenz – Orientierung auf dem Weg ins Rathaus die Kosten selbst tragen muss. Aus Mitteln des persönlichen Budgets, die dann fehlen, wenn man privat Kunst oder Kultur genießen möchte. Um dies alles nicht unnötig in die Länge zu ziehen, besteht die Möglichkeit – Fragen in die Kommentare anzufügen. Diese werden wir je nach Möglichkeit gerne beantworten.

Zum Abschluss noch den Gehörlose Menschen

Hier liegt die Hürde für eine Selbstbestimmte und Freiwillige Teilhabe in Arbeitskreisen, Beiräten und städtischen Gremien so hoch, dass es nicht möglich ist diese Kosten jemals selbst tragen zu können. Warum werden sich jetzt viele Fragen? Ein Gebärdendolmetscher darf und kann nur eine gewisse Zeit Dolmetschen, auch hier möchten wir dies an einem Beispiel aufzeigen, alles, was länger als sechs Stunden dauert, würde ganze drei Gebärdendolmetscher benötigen. Plus vieles andere, hier werden Barrieren sichtbar, die man im Ansatz nicht mal erahnen konnte. Teilhabe ist so nur ein schönes Wort in Verbindung mit Inklusion, persönlich mag ich das Wort bzw. die Bezeichnung Inklusion nicht. Denn immer, wenn dies angeführt wird ist der eigentliche Ansatz von Inklusion schon Geschichte – was so aber ein anderes Thema wäre.

Hilfe für Menschen gibt es kaum

Dies ist nach einigen Jahren selbst mir bewusst, mehr noch eine Art Abwehrhaltung macht sich breit. Genau deshalb haben solche Menschen keine Möglichkeit Selbstbestimmt und aktiv im Ehrenamt mitzuwirken oder dabeizubleiben – Schade eigentlich!

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Frank F. König

Ihr / Euer
Frank F. König

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