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DER ALLTAG – 100. BLOG

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DER ALLTAG – 100. BLOG – Menschen mit Behinderungen leiden nicht an etwas, sie leben damit, man kann es auch als ein besonderes Abenteuer beschreiben. Oft werde ich bei Interviews gefragt und antworte immer gleich, ich bin Rollstuhlfahrer!

Berichterstattung in den Medien

Ob in der Berichterstattung dann meine Worte und Bezeichnungen gewählt werden hängt stark vom jeweiligen Schreiber (Berichterstatter) ab.

 An den Rollstuhl gefesselt?

In der Berichterstattung hat sich seit Jahren wenig getan, immer noch wird beschrieben, Menschen seien an den Rollstuhl gefesselt / gebunden. Noch mehr negativen Ausdruck verleiht in der Berichterstattung, der Erkrankte „LEIDE AN MULTIPLE SKLEROSE“ persönlich fühle ich mich als Rollstuhlfahrer, nicht an einen Rollstuhl gefesselt oder gebunden. An Multiple Sklerose erkrankt zu sein, fällt sehr unterschiedlich bei den MS-Erkrankten aus. Deshalb „LEIDE ICH NICHT AN MULTIPLE SKLEROSE“ sondern bin an Multiple Sklerose Erkrankt. Einige werden jetzt sagen, das sind doch nur Wortspiele. Persönlich, kann ich nach über 25 Jahren beschreiben, dass es wirklich mehr als „EIN“ Abenteuer ist. Ich lebe mitten in meiner Familie und dafür bin ich unendlich Dankbar. Denn, ein positives Umfeld, also ein zu Hause ist sehr, sehr wichtig. Die Partnerschaft die wir seit mehr als 40 Jahren auf Augenhöhe führen, ist eine unserer Stärken. Als Team, so bezeichne ich unser zusammenleben, jeder ist für den anderen da und geht mit seinen stärken voran!

Warum schreibe ich dies überhaupt?

Aufklärung ist ein Teil meiner Aufgabe, ich persönlich möchte meinen Beitrag leisten für ein „Miteinander in der Gesellschaft“ zu werben. Dabei ist ein Teil die Berichterstattung, ein anderer, die Teilhabe in der Öffentlichkeit. Nur wenn Menschen Live vor Ort, und das in Farbe, erkennen welche Barrieren sich auftun, kann sich etwas ändern.  Dabei bin ich weit weg von dem sogenannten Behinderten der „NUR“ diese Themen kennt, ich Interessiere mich für viele Dinge, die unser aller Leben betreffen. Aber nicht nur meine Interessen sind vielfältig, andere Menschen so unterschiedlich sie alle auch sind, haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Nehmen wir als Beispiel einen Weihnachtsmarkt, es werden für Unterschiedliche Menschen zwischen den Geschlechtern extra WC-Anlagen aufgestellt, nur wo entrichten Menschen wie ich ihre Notdurft? Dies ist nicht nur beim Limburger Weihnachtsmarkt so, dies Thema belastet Menschen das gesamte Jahr über. Eine Frage die Unbeantwortet bleibt, dies finde ich sehr schade, denn es hat weitreichende folgen, es belastet die Familie oder Freunde die mit einem vor Ort sind. Oft wird so ein Besuch genau aus diesem Grund abgebrochen, wenn sie ihren nächsten Glühwein trinken oder auf einer Veranstaltung sind denken sie mal bitte an meine Worte.

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Foto: Frank F. König

Bei allem Recht und Vorhaben

Ist es denn so schwer, in einer Gesellschaft die nicht nur statistisch immer Älter wird, für ein gemeinsamen Lebensweg einzustehen und zu handeln. Es darf keine Besonderheit bleiben, ein WC barrierefrei aufzusuchen!

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Foto: Frank F. König

Fortsetzung folgt: Thema Mobilitätseingeschränkt und das Rathaus!

Mein Vorname ist Frank F. und ich blogge seit einigen Jahren unermüdlich hier auf meinem Blog. Dieser Blog ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Somit wünsche ich viel Spaß beim Stöbern! Ein Kompromiss ist ein guter Schirm, aber ein schlechtes Dach.