Berufsbehinderter

Berufsbehinderter – Ich und Berufsbehinderter, alles nur weil ich mich zu 99 Prozent im Rollstuhl fortbewege. Nein, dies entspricht einfach nicht den Tatsachen. Wenn einer sagen würde: Ein Rollstuhlfahrer, dies könnte ich unterschreiben! ♿

Es gibt Sie, bei denen sich alles um die eigene Behinderung dreht, auch ich kenne solche Menschen. Aber Sie werden weniger, so meine Hoffnung. Die beiden Blogs: Mein Körper die Vollzeitstelle sowie Ich bin auch ein Mensch passen zu diesem Themenblog heute sehr gut. Aber was wäre überhaupt ein Themenblog? Ein Themenblog ist eine bestimmte Form des Blogs, mit Inhalten zu einem speziellen Thema. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um Fachthemen. Egal ob Fachthema oder nicht, es geht um Menschen die anders sind. Menschen mit Behinderungen.

Amüsant die Bezeichnung „Berufsbehinderter“

Aber auch wenig empfehlenswert, hierzu habe ich für euch ein Beispiel: Der Mensch der aktiv Fussball spielt, der wirklich aktiv bei der Sache ist, dieser sich sehr elegant auf dem Platz bewegt, all dies intensiv und kraftvoll, schon als junger Mensch. Ist dieser Mensch den ich hier beschreibe – Berufsfußballer. Gar, ein Profil? Die Frage beantwortet sich von selbst. Wer intensiv, leidenschaftlich, persönlich, wirkungsvoll für etwas einsteht – kann schlecht ein soggenanter Berufsfußballer oder Berufsbehinderter sein.

Verblüffend denke ich über solche Beschreibungen nach – denn mein Einsatz ist mehr als aktiv, kraftvoll, lebendig und voller leidenschaftlich, oft aber auch humorvoll. Also weit weg von einem Beruf des Behinderten. Persönlich fühle und handele ich nach meiner Wertvorstellung von Freiheit, als Sammler von Sachinformationen, um diese dann selbst zu bewerten und innerhalb der Sache aktiv für ein Thema einzustehen. Gegenteilig denke ich dann immer an Menschen die etwas tun, oft aus Antrieb des Erwerbs, etwas für Menschen mit Behinderung zuplanen, gar umzusetzen. Die Fachleute in eigener Sache sind aber Menschen mit Behinderung. Gemeinsam etwas erarbeiten, daran mitwirken, dies macht für mich den meisten Sinn. Oft wird der Gedanke nicht getragen, gerade bei Projekten, dies sehe ich deutlich in der Kommunalpolitik. Die Menschen, die Bürger, für die man etwas in Angriff nimmt kommen an einigen Stellen oft zu kurz.

Außergewöhnlich: Beratung MS-Erkrankter

13 1/2 Jahre habe ich in der Selbsthilfe gewirkt. Hier war mein größtes Problem wenn nicht Erkrankte, oft bezahlte Mitarbeiter eines Verbandes, entscheiden und Wissen was für MS-Erkrankte, deren Angehöre richtig und gut ist. Ein Beispiel, da es so schön ist. Gesunde spielen Behinderung und wollen Menschen zeigen wie sie mit dem Rollstuhl umgehen sollen. Soweit so gut, nur kennen und spüren sie die Probleme auch, Nein! Vergleichbar könnte man sagen, wenn sich jemand Schwarze Schuhcreme ins Gesicht schmiert um festzustellen wie sich ein Schwarzer fühlt (Die Bezeichnung Schwarzer deutet auf eine sehr dunkle Hautfarbe der so bezeichneten Menschen hin) es geht einfach nicht, egal wie Groß das Einfühlungsvermögen auch sein kann.

Lebensraum für Alle

Das reduzieren von Themen sowie Personen, nachfolgend einige Beispiele:

  • Pass auf das man dich nicht nur auf das Thema Barrierefreiheit reduziert
  • Die Häufigkeit in der Du berichtest macht das Thema Oberflächlich
  • Ein guter Rat: Bleibt bei deinem Thema – aber den Rest überlasse anderen
  • Der Mann von der FDP im Rollstuhl

Das jedermann Prinzip – also kein Berufsbehinderter. Sensibilisieren und ein Vermittler sein, denn ein Leben im Rollstuhl ist genauso gut und genauso schlecht, wie jedes andere Leben auch. Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von…

Frank F. König

Frank F. König

Manche werden denken: Noch so ein Blog. Themenvielfalt und "Barrierefreie Ausblicke in Wort und Bild" wird angekündigt. Das stimmt. Aber im Verhältnis der Menschen bleiben sehr viele Geschichten, Gefühle und Meinungen auf der Strecke. Der Alltag hat uns fest im Griff. Dieser Blog ist der Versuch, diese vielen Kleinode dem Vergessen zu entreißen. (Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es im übertragenen Sinne als Kostbarkeit eingesetzt.)

2 Gedanken zu „Berufsbehinderter

  • 2018-02-14 um 9:41
    Permalink

    Michael, das darf man Aufnehmen und weiterarbeiten. Man kommt sehr schnell zu Namen und Bezeichnungen. Ich mache das was ich immer tue. Aktiv bleiben, dies kann ich gut!

    Liebe Grüße Frank

  • 2018-02-14 um 8:13
    Permalink

    Amüsant ?
    Eine bodenlose Frechheit !

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